„Nach Gesprächen mit unseren Sponsoren und Partnern haben wir entschieden, dass es für alle Seiten besser ist, Remco am Saisonende ziehen zu lassen“, teilte der belgische Rennstall Soudal Quick-Step am Dienstag offiziell in einem Schreiben mit.
Schon lange umwarb Red Bull-BORA-hansgrohe den belgischen Superstar – jetzt ist der Transfer perfekt. „Talk is over. Ein neues Zeitalter beginnt“, verkündete das deutsche Team auf Social Media.
Teamchef Ralph Denk betonte: „Remco ist nicht nur ein außergewöhnlich talentierter Athlet. Seine Entschlossenheit, Professionalität und sein unermüdlicher Einsatz sind eine Inspiration. Mit ihm wollen wir nicht nur Rennen gewinnen, sondern den Radsport mitgestalten.“
Neustart in einem der reichsten Teams
Für Evenepoel ist der Wechsel ein logischer Karriereschritt. Der amtierende Olympiasieger und Weltmeister im Zeitfahren möchte sich bei Red Bull-BORA-hansgrohe in einem Umfeld ohne finanzielle Grenzen ganz auf seine große Mission konzentrieren: den Gewinn der Tour de France.
Die deutsche Mannschaft zählt schon jetzt zu den reichsten Teams im Peloton und setzt mit Evenepoels Verpflichtung ein deutliches Zeichen im Kampf gegen die Übermacht von UAE Emirates und Visma-Lease a Bike.
Der Belgier wird dabei nicht allein wechseln: Auch sein vertrauter Sportdirektor Klaas Lodewyck soll zu BORA kommen. Zudem arbeitet seit kurzem Evenepoels enger Vertrauter Sven Vanthourenhout – der ehemalige belgische Nationaltrainer – im Team.
Vom belgischen Wunderkind zum Tour-Anwärter
Remco Evenepoel begann seine Profikarriere 2019 bei Patrick Lefeveres damaligem Deceuninck-Quick-Step. Der frühere Fußballer übersprang die U23-Klasse und dominierte sofort die Radsportwelt. 2022 krönte er sich mit dem Gewinn der Vuelta a España erstmals zum Grand-Tour-Sieger.
Doch bei Soudal Quick-Step geriet das Projekt „Tour-Sieg“ zunehmend ins Stocken: Die belgische Mannschaft, traditionell stark in den Klassikern, kämpfte mit Budgetgrenzen und dem schwierigen Umbau zu einer echten Rundfahrt-Equipe.
Diese Limitierungen treiben Evenepoel nun endgültig in die Arme seines neuen Arbeitgebers. Dort trifft er auf ein starkes Aufgebot an Rundfahrtspezialisten wie Primoz Roglic, Jai Hindley, Aleksandr Vlasov oder Florian Lipowitz. (belga/calü)

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