Bankenverband Febelfin warnt: Cyberkriminelle werden immer raffinierter

Phishing-Mails und gefälschte SMS gehören längst zum Alltag. Betrüger geben sich dabei als Banken, Behörden oder andere vertrauenswürdige Institutionen aus und locken ihre Opfer auf täuschend echt gestaltete Webseiten. Laut Febelfin konnten die Banken zwar 75 Prozent der betrügerischen Überweisungen stoppen oder rückgängig machen, dennoch bleibt der Schaden erheblich.

Besorgniserregend ist zudem eine neue Masche: Immer häufiger gelingt es Kriminellen, ihre Opfer telefonisch oder über seriös wirkende Plattformen wie itsme zu überzeugen, selbst Geld zu überweisen. „Die Täter nutzen zunehmend psychologischen Druck und perfekt gefälschte Szenarien“, warnt Febelfin.

Dabei ist das Bewusstsein für die Risiken noch immer erschreckend niedrig. Während 13 Prozent der Belgier angeben, bereits Opfer von Phishing geworden zu sein, haben 8 Prozent noch nie von dieser Betrugsmasche gehört. Unter jungen Erwachsenen zwischen 16 und 30 Jahren liegt der Anteil der Unwissenden sogar bei 23 Prozent.

Febelfin fordert daher verstärkte Aufklärung und mehr digitale Eigenverantwortung – vor allem bei Jugendlichen. „Nur wer die Methoden kennt, kann sich effektiv schützen“, betont der Verband. (belga/calü)

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