Die Organisation fordert die Betreiber auf, ihren Kunden entweder eine Alternative oder zumindest eine Abonnement-Reduzierung anzubieten, da diese nun gezwungen sind, ein zusätzliches DAZN-Abo abzuschließen. Derzeit müssen Kunden von Proximus, Telenet oder Orange zwingend die DAZN-App nutzen, um die Spiele der Meisterschaft zu verfolgen – zu einem Aufpreis von 19,99 bis 34,99 Euro pro Monat, je nach gewähltem Tarif.
Nach Ansicht von Testachats bieten die Betreiber bislang nur eine „zu geringe“ Entschädigung von fünf Euro pro Monat an, solange die Spiele nicht auf ihren Plattformen verfügbar sind. Testachats kritisiert eine Monopolsituation, die „mit dem Segen der belgischen Fußballinstanzen“ entstanden sei und zu Geschäftspraktiken führe, die den Verbrauchern schadeten. Diese würden gezwungen, eines der ohnehin schon teuersten Abos in Europa zusätzlich zu bezahlen oder auf die Spiele ihrer Lieblingsmannschaft zu verzichten. Die Organisation forderte die ABC daher auf, die Auswirkungen dieser exklusiven Rechtevergabe auf die Verbraucher zu untersuchen.
DAZN hatte die Übertragungsrechte der Pro League für den Zeitraum 2025 bis 2030 erworben. Andere Betreiber wie Telenet und Proximus hatten in den vergangenen Wochen versucht, eine Einigung mit der Streamingplattform zu erzielen, um weiterhin Spiele der ersten und zweiten Liga auf ihren Plattformen zeigen zu können. Die Verhandlungen liegen derzeit jedoch auf Eis – eine Wiederaufnahme ist nicht in Sicht. Die Partien werden vorerst ausschließlich online über die DAZN-App übertragen. (belga/sc)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren