Afrikanische Schweinepest: Belgien ruft zu Vorsicht bei Fleischimporten auf
Gesundheit
Lesedauer: 2 min
Während sich die Afrikanische Schweinepest weiterhin in Teilen Europas ausbreitet – insbesondere in Deutschland, Italien und Osteuropa – ruft die föderale Agentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (FASNK) Reisende dazu auf, keine Fleischprodukte aus diesen Risikogebieten nach Belgien mitzubringen. Zudem wird dringend davon abgeraten, Essensreste in der Natur zu entsorgen, da diese Wild- und Hausschweine infizieren könnten.
Lebensmittelreste in der Natur können Wildschweine infizieren – FASNK ruft zur Vorsicht auf.
| Illustrationsbild: picture alliance/dpa
Die FASNK verweist auf einen aktuellen Fall in Deutschland: In Nordrhein-Westfalen wurde bei einem Wildschwein Afrikanische Schweinepest nachgewiesen. Das Tier wurde rund 180 Kilometer von der belgischen Grenze entfernt tot aufgefunden. Laut der Behörde ist die Verbreitung des Virus vermutlich auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen.
Neben Deutschland sind auch weitere Regionen Europas betroffen: unter anderem der Nordwesten und Süden Italiens, Rumänien, Bulgarien, Litauen, Lettland, Estland, weite Teile von Polen, Slowakei, Ungarn sowie Nordmazedonien.
Um eine Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Belgien zu verhindern, ruft die FASNK zu besonderer Vorsicht auf. Reisende sollten auf keinen Fall Schweinefleisch aus betroffenen Regionen – etwa Salami oder getrocknete Würste – mitbringen. Auch das achtlose Wegwerfen von Lebensmitteln in der Natur oder an Rastplätzen entlang von Autobahnen gilt es zu vermeiden, insbesondere wenn diese Fleisch enthalten. Darüber hinaus ist es streng untersagt, Schweine oder Wildschweine mit Küchenabfällen zu füttern – auch nicht im Rahmen von pädagogischen Projekten oder in Lernbauernhöfen.
Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die für Haus- und Wildschweine tödlich sein kann. Für den Menschen ist das Virus jedoch ungefährlich. (belga/rt)
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