Remco Evenepoel hilft Tadej Pogacar: „Eine gute Motivation“

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Remco Evenepoel gewann am Mittwoch das erste Einzelzeitfahren der Tour. | Foto: Photo News

„Es war eine gute Motivation, die Zeiten von Remco zu hören“, sagte Pogacar, der 14 Minuten nach Evenepoel gestartet und letztlich nur 16 Sekunden langsamer war.

„Ich bin superhappy, wie ich heute gefahren bin“, erklärte der Vorjahressieger. Mit seinem bärenstarken Auftritt hatte er zuvor den dänischen Ausnahmefahrer Vingegaard auf bereits 1:13 Minuten distanziert. Pogacar übernahm zudem nicht nur das Maillot jaune von Mathieu van der Poel, er führt nun auch die Sprintwertung an, in der Bergwertung war er bereits führend gewesen.

Neuer Zweiter im Gesamtklassement ist Evenepoel, 42 Sekunden hinter Pogacar. Großer Verlierer der fünften Etappe war Vingegaard, der nur auf Rang 13 landete. „Jonas ist mental stark genug, um das zu akzeptieren“, sagte Evenepoel. Pogacar war von Vingegaards Leistung „überrascht, um ehrlich zu sein. Ich habe es nicht erwartet, so weit vor ihm zu sein.“

Pogacar rechnet mit einer Reaktion des Siegers von 2022 und 2023. „Jonas wird zurückkommen. Er ist hungrig. Er ist in guter Form, sein Team auch“, sagte der 26-Jährige vom Team UAE Emirates-XRG und ergänzte mit Blick auf die hügelige Etappe sechs am Donnerstag: „Vielleicht werden sie es probieren.“

Vingegaards Sportlicher Leiter Grischa Niermann sprach von einer unerwarteten Niederlage. Das sei „nicht das, worauf wir gehofft haben. Eine Erklärung habe ich nicht“, resümierte er.

Das steht heute bei der Tour de France an

Mit sechs kleineren Bergwertungen und insgesamt 3500 Höhenmetern weist die sechste Etappe der 112. Tour de France fast schon ein Klassikerprofil auf. Gut möglich, dass auf den 201,5 Kilometern von Bayeux nach Vire in der Normandie eine Gruppe von Ausreißern wie der Ire Ben Healy durchkommt, denn für die Sprinter ist das Profil zu schwer. Und die Topfavoriten dürften nach dem Einzelzeitfahren am Mittwoch auf einen weiteren Schlagabtausch verzichten.

Die Entscheidung über den Tagessieg könnte an der Côte de Vaudry gut vier Kilometer vor dem Ziel fallen. Über 1,2 Kilometer geht es im Schnitt 7,2 Prozent bergauf. Wer die Bergwertung der vierten Kategorie als erster überquert, hat gute Chance in Vire zu gewinnen. Dort hatte die Tour 1997 letztmals Station gemacht. Es siegte der italienische Super-Sprinter Mario Cipollini. (mn/sid)

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