Nach Sturz: Jasper Philipsen erfolgreich operiert

<p>Nach Sturz: Jasper Philipsen erfolgreich operiert</p>
Foto: Photo News

Das teilte sein Team Alpecin-Deceuninck am Dienstagmorgen mit. Philipsen (27) war am Montag bei hoher Geschwindigkeit zu Fall gekommen und erlitt eine Fraktur des rechten Schlüsselbeins sowie einen Bruch mindestens einer Rippe.

Die Operation am Schlüsselbein und an einem Gelenk in der Schulter wurde am Montagabend in Herentals durchgeführt. Philipsens Team teilte ein Foto, das den Sieger der ersten Tour-Etappe in Lille im Krankenbett zeigt. Philipsen hält den Daumen seiner lädierten linken Hand in die Kamera.

Die 112. Frankreich-Rundfahrt ist für ihn beendet. Im Kampf um Punkte bei der Sprintwertung auf dem Weg nach Dünkirchen hatte der Franzose Bryan Coquard (Cofidis) den schuld- und chancenlosen Philipsen abgeräumt. Der Limburger, der die erste Etappe gewonnen und danach zunächst das Gelbe und dann das Grüne Trikot getragen hatte, krachte bei hohem Tempo auf die Straße, er erlitt zudem große Schürfwunden am Rücken.

Die Rennjury der Tour belegte den sichtlich bewegten Coquard mit einer Geld- und Punktstrafe. Zudem sah der Franzose die Gelbe Karte, bei einem weiteren Vergehen wird er sofort aus der Tour ausgeschlossen. „Ich möchte mich bei Philipsen und Alpecin entschuldigen“, sagte Coquard. Absicht habe aber nicht dahintergesteckt. Coquard war auf der von vielen Stürzen begleiteten Etappe ebenfalls später noch gestürzt.

Philipsens Teamkollege Jonas Rickaert dürfte die Strafe kaum beruhigen. „Er hat mir gesagt, dass er nichts machen konnte, aber es ist nicht das erste Mal, dass er im Zwischensprint zu viel Risiko nimmt, obwohl er sie nicht gewinnen kann. Für zehn Punkte sein Leben riskieren, das ist der Wahnsinn.“ (mn)

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