Mehr als 180 Tote und zahlreiche Verletzte bei Anschlägen in Sri Lanka

<p>Soldaten der sri-lankischen Armee sichern das Gebiet um den St. Antonius-Schrein nach einer Explosion in Colombo.</p>
Soldaten der sri-lankischen Armee sichern das Gebiet um den St. Antonius-Schrein nach einer Explosion in Colombo. | Foto: dpa

Bei einer Serie von Anschlägen auf drei Kirchen und drei Hotels sind am Ostersonntag in Sri Lanka mindestens 185 Menschen ums Leben gekommen, darunter mindestens elf Ausländer. Zudem wurden mehr als 450 Menschen verletzt, wie aus Angaben der örtlichen Krankenhäuser hervorgeht. Woher die Ausländer stammten, war zunächst unbekannt. Betroffen waren ersten Berichten zufolge drei Kirchen in verschiedenen Teilen des Landes sowie zwei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Rettungsmaßnahmen liefen.

Sri Lankas Minister für Wirtschaftsreform, Harsha de Silva, schrieb auf Twitter von zahlreichen Opfern, unter ihnen Ausländer. Er rief dazu auf, die Ruhe zu bewahren und zu Hause zu bleiben. Medienberichten zufolge trafen die Explosionen unter anderem Ostergottesdienste.

Der südasiatische Inselstaat ist ein beliebtes Touristenziel, auch für Europäer. Nur etwa sieben Prozent der Bevölkerung sind Christen. Die Mehrheit sind Buddhisten.

Sri Lankas 26-jähriger Bürgerkrieg war 2009 zu Ende gegangen. Die Rebellengruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) hatten für einen unabhängigen tamilischen Staat im Norden des Landes gekämpft. Die Armee besiegte die Aufständischen schließlich mit aller Härte. Die UN wirft beiden Seiten Kriegsverbrechen vor. (dpa)

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