In welchem Modus
Sehr klassisch und übersichtlich geht es bei der EM zu. Die 16 teilnehmenden Nationen bilden vier Gruppen à vier Teams, die besten zwei jeder Gruppe ziehen ins Viertelfinale ein. Es folgen Halbfinale und das Endspiel am 27. Juli in Basel, aber kein Spiel um Platz drei.
Wie sieht der belgische Spielplan aus?
Die Red Flames steigt am Donnerstagabend gegen Italien in die EM ein. Es folgen Duell gegen Weltmeister Spanien (7. Juli) und Portugal (11. Juli). Zum belgischen Kader geht es HIER.
Allen voran die Weltmeisterinnen aus Spanien, die in der Vorrundengruppe B mit Portugal, Belgien und Italien eher schwächere Gegner zugelost bekamen, werden heiß gehandelt. Aber auch Titelverteidiger England und Frankreich, die bereits in Gruppe D aufeinandertreffen, zählen zum Favoritenkreis - ebenso wie das deutsche Team, das im Viertelfinale gegen England oder Frankreich spielen könnte. Außenseiterchancen werden Schwedinnen und den Niederländerinnen eingeräumt.
In Belgien sicherte sich die RTBF die Rechte an der EM – und überträgt alle 31 Spiele des Turniers live. Angepfiffen werden sie jeweils um 18 und 21 Uhr. Aus Belgien leiten Anne-Sophie Depauw und Lancelot Meulewaeter mit Ex-Nationalspielerin Sara Yuceil die Sendung. Aus dem Stadion kommentieren Lise Burion und Cécile De Gernier (bekannt aus „La Tribune“) die Spiele. Alle Duell ohne belgische Beteiligung werden von Benjamin Deceuninck, Vincent Langendries, Lancelot Meulewaeter, sowie den TV-Experten Swann Borsellino, Cécile De Gernier und Sara Yuceil abgedeckt.
„Ich glaube schon, dass das die beste Nati ist, in der ich bislang gespielt habe“, sagte Weltklasse-Regisseurin Ramona Bachmann über die Schweizerinnen Anfang April. Insgesamt könnte die Stimmung vor dem Eröffnungsspiel (heute, 21 Uhr/ARD) in Basel gegen Norwegen besser sein. Durchwachsen waren die Auftritte zuletzt, darunter das viel debattierte 1:7 gegen die U15-Junioren des FC Luzern. Auf dem Platz soll es Arsenals Lia Wälti für das Team der erfahrenen Trainerin Pia Sundhage (65) richten. Daneben sorgt vor allem Internet-Star Alisha Lehmann für Aufsehen. Im Blickpunkt steht auch Supertalent Sydney Schertenleib vom FC Barcelona.
Für Wales und Polen feiern in der Schweiz ihre EM-Teilnahme - und sind in ihren Gruppen wenig überraschend nur Außenseiter. Die Polinnen um die im vergangenen Jahr von Wolfsburg zum FC Barcelona gewechselte Top-Stürmerin Ewa Pajor treffen in Gruppe C unter anderem auf Deutschland. Wales spielt in der Top-Gruppe D gegen England, Frankreich und die Niederlande.
Viel individuelle Klasse sticht im englischen Kader hervor. Besondere Hoffnungen ruhen auf Offensivkünstlerin Lauren James vom FC Chelsea, die nach dreimonatiger Verletzungspause rechtzeitig fit wurde. Spanien vertreten die je zweimaligen Weltfußballerinnen Alexia Putellas und Aitana Bonmati. Zu den Schlüsselspielerinnen zählen unter anderem auch Wendie Renard (Frankreich), Kosovare Asllani (Schweden), Pernille Harder (Norwegen), Manuela Giugliano (Italien), Tessa Wullaert (Belgien), Tatiana Pinto (Portugal), Emma Koivisto (Finnland) sowie Bayern-Kapitänin Glodis Viggosdottir (Island).
Wie viel gibt es zu
So viel wie nie zuvor. Insgesamt schüttet die UEFA 41 Millionen Euro an Prämien aus, deutlich mehr als 2022 (16 Millionen). Als Startgeld erhalten die Verbände jeweils 1,8 Millionen Euro. Sollte ein Team alle Gruppenspiele und die K.-o.-Phase mitsamt Finale für sich entscheiden, winkt den Gewinnerinnen ein Preisgeld von 5,1 Millionen Euro.
„Konektios“ heißt der offizielle EM-Spielball von Adidas. Das Besondere an Konektis: Erstmals bei einer Frauen-EM ist der Spielball mit der sogenannten „Connected Ball Technology“ ausgestattet. Dies ermögliche „eine schnellere und präzisere Schiedsrichterleistung und erleichtert die Entscheidungsprozesse der Video-Schiedsrichterassistentin (VAR)“, teilte die UEFA mit. (mn/dpa)

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