„Unsere Angebote sollen konkret, zielgruppengerecht und praxisnah sein – das ist unser Anspruch“, wird WFG-Geschäftsführerin Nathalie Klinkenberg im Vorwort zitiert. 2024 sei ein Jahr großer Bandbreite gewesen: Fast 400 Projektträgerinnen und -träger sowie Gründungsinteressierte wurden individuell beraten, über 60 Investitionsprämienanträge begleitet und zahlreiche Veranstaltungsformate zu Themen wie Unternehmensgründung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Finanzierung organisiert.
Ein Beisspiel für die Arbeit der WFG: Mini-Unternehmen
Mit Angeboten wie der „Fuck Up Night“, dem Podcast „OSTCAST“ oder dem Format „Gründer des Monats“ sei die unternehmerische Sensibilisierung konsequent weiterentwickelt worden. „Gleichzeitig markierte der Start eines neuen Interreg-Projekts in der Großregion einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Holzbranche. Ein besonderer Fokus lag 2024 erneut auf der Förderung unternehmerischen Denkens bei Jugendlichen“, hieß es. Das Programm „Wirtschaft macht Schule“ erreichte mit rund 40 Projekten knapp 1.000 Schülerinnen und Schüler aus 16 ostbelgischen Schulen – mit Formaten wie Mini-Unternehmen, Rollenspielen oder praxisnahen Workshops. Ergänzt wurde dieses Engagement durch das Event „Be Your Boss“, bei dem junge Gründerinnen und Gründer ihre persönlichen Erfahrungen teilten und so authentische Einblicke in die Selbstständigkeit geben konnten. Auch die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen, etwa den ZAWM in Eupen und St. Vith, unterstreiche die Bedeutung der frühzeitigen Sensibilisierung junger Menschen für unternehmerisches Denken und Handeln.
Im Rahmen der laufenden LEADER-Programmperiode wurden 2024 verschiedene Projekte in den beiden Lokalen Aktionsgruppen (LAGs) im Norden und Süden der DG gestartet. Diese reichen von Baukultur und Fachkräftesicherung über nachhaltige Mobilität bis hin zur Vorbereitung einer umfassenden wirtschaftlichen Analyse für Ostbelgien. „Die WFG agierte dabei nicht nur als koordinierende Instanz, sondern auch als Projektträgerin.“ Parallel dazu unterstützte sie die Gemeinden Eupen, Kelmis, Raeren und Büllingen bei der Entwicklung ihrer kommunalen Programme zur ländlichen Entwicklung (KPLE). Mit dem Amtsantritt von Hubert Bosten als neuem Präsidenten rückt auch die strategische Neuausrichtung der WFG stärker in den Vordergrund. Für die Zukunft seien neue Aufgaben vorgesehen, insbesondere im Rahmen der geplanten raumordnerischen Gesetzgebung für die DG. Die WFG soll künftig die Gemeinden durch Wissenstransfer, Netzwerkbildung und praxisorientierte Beratung unterstützen. „Dies erfordert eine sorgfältige Vorbereitung im Jahr 2025, den Aufbau spezifischer Kompetenzen sowie eine durchdachte Integration in die bestehende Struktur der WFG“, hieß es weiter. Ein weiteres zentrales Vorhaben sei die Einführung eines digitalen Tools zur Erfassung und Vermarktung von Gewerbeflächen – eine wichtige Maßnahme zur Stärkung des Standortmarketings. Darüber hinaus werde mit der angekündigten Wirtschaftsstudie eine „fundierte Analysebasis“ geschaffen, um die wirtschaftspolitische Ausrichtung der Region zielgerichtet weiterzuentwickeln. „In einem zunehmend komplexen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld möchten wir als WFG die beteiligten Akteure und treibenden Kräfte möglichst gezielt und effizient unterstützen“, sagt Hubert Bosten. (sc)
Den Geschäftsbericht 2024 der WFG Ostbelgien gibt es hier: https://www.wfg.be/wp-content/uploads/2023/06/WFG-Gesch%C3%A4ftsbericht-...

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