„Zukunft Metall“: Olrik Müller liefert „eine alternative Sichtweise auf die Berufswahl der Kinder“

<p>„Zukunft Metall“: Olrik Müller liefert „eine alternative Sichtweise auf die Berufswahl der Kinder“</p>

Der Vortrag findet im Rahmen von „Zukunft Metall“ auf dem Gelände der Unternehmen Huppertz AG und New Laser in der Industriezone II statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, die Teilnahme ist kostenlos.

„Wenn über 200 Ausbildungsstellen in Ostbelgien unbesetzt bleiben, wir aber über 200 NEETs also nicht erwerbstätige Jugendliche, aufweisen, dann haben wir bei der Berufswahlorientierung etwas falsch gemacht“, meint Müller. Er ist Unternehmer in Deutschland und Benelux sowie seit über 25 Jahren ehrenamtlich zum Thema Berufsbildung, Berufswahlorientierung und grenzüberschreitendem Arbeitsmarkt engagiert u.a. als Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses der IHK Aachen sowie als Berater von Wirtschaftsverbänden und der Politik.

Eltern sind ein wichtiger Faktor bei der Berufswahl ihrer Kinder, oftmals wird angemerkt, ihnen und den ebenfalls wichtigen Lehrkräften fehle das notwendige Berufswissen, um sie unterstützen zu können. Hier widerspricht Müller, „es geht im Prozess nicht darum, dass Eltern oder Lehrer das Kind zu einem Beruf hinleiten. Die Aufgabe ist es vielmehr, als Moderator einen Bewusstmachungsprozess zu begleiten. Die eigenen Fähigkeiten anzuerkennen, auszubauen und nutzbar zu machen, das müssen wir befördern. Dieser Prozess beginnt mit der Suche nach einem Beruf und endet sicherlich nicht damit, denn dann kommt die lebenslange Weiterbildung.“

Berufsbezogene Talente und intuitive Berufswünsche sind nach Meinung des Experten bereits frühzeitig vorhanden und würden durch den eingeschränkten Bildungskanon der Schulen und die gesellschaftlichen Vorstellungen und Zwänge unterdrückt. Hier könnten nur Eltern über das notwendige Hintergrundwissen verfügen. Voraussetzung sei aber, dass sich Eltern von ihren eigenen Wünschen, Träumen und gegebenenfalls nicht erfüllten Lebensinhalten nicht ablenken lassen würden. „Manchmal neigen Eltern dazu, ihre unerfüllten Wünsche auf das Kind zu projizieren“, gibt Müller zu bedenken.

Der Vortrag „Helfen Sie Ihrem Kind, das zu werden, was es ohnehin schon ist!“ findet von 12 bis 12.45 Uhr und von 15 bis 15.45 Uhr statt. (red/ab)

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