Fußball-Zweitligist SV Elversberg hat mit einem 3:0 (3:0)-Sieg gegen Eintracht Braunschweig die Chance auf den erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga gewahrt. Die Saarländer verteidigten mit dem ungefährdeten Erfolg den Relegationsplatz drei und verhinderten den vorzeitigen Aufstieg des 1. FC Köln. Dadurch ist für Elversberg am letzten Spieltag mit einem Sieg beim FC Schalke 04 unter Umständen auch sogar der direkte Aufstieg noch möglich. Braunschweig erlitt im Kampf um den Klassenerhalt einen Dämpfer.
Nach zuvor sechs Spielen ohne Niederlage müssen die abstiegsbedrohten Niedersachsen nun wieder bangen. Sie fallen zurück auf den Abstiegs-Relegationsplatz 16. Am letzten Spieltag empfangen sie den 1. FC Nürnberg.
Nach 21 Minuten führt Elversberg schon 3:0
Vor 9.105 Zuschauern in der ausverkauften Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde erwischten die von Beginn an überlegenen Elversberger einen Traumstart. Fisnik Asllani erzielte mit seinem 18. Saisontreffer das 1:0 (11. Minute) und bereitete das 2:0 durch Muhammed Damar (18.) vor. Damar schnürte mit dem schnellen 3:0 (21.) sogar einen Doppelpack binnen drei Minuten. Für ihn waren es die Saisontreffer acht und neun. Im weiteren Verlauf versäumten die Gastgeber leichtfertig einen möglichen höheren Sieg. Im Schlussspurt der Saison ist Elversberg mit 15 Punkten aus den jüngsten sieben Spielen aktuell die stärkste Mannschaft der 2. Liga. Erstmals seit dem Abstieg des 1. FC Saarbrücken 1993 könnte nach 32 Jahren wieder ein saarländischer Club in die Bundesliga aufsteigen. Noch vor drei Jahren hatte Elversberg in der vierten Liga gespielt, stieg dann binnen zwölf Monaten zweimal und hat im zweiten Jahr in der 2. Liga nun sogar die Chance, in die Bundesliga aufzusteigen.

Fortuna Düsseldorf hat sich derweil mit einem 2:0 (0:0) gegen den FC Schalke 04 die Mini-Chance auf die Aufstiegs-Relegation in der zweiten Fußball-Bundesliga erhalten. Dawid Kownacki (57. Minute) und Myron van Brederode (78.) sorgten für den vierten Sieg im vierten Zweitliga-Heimspiel gegen die Königsblauen. Die Fortuna kann damit am letzten Spieltag mit einem Sieg beim 1. FC Magdeburg wie schon in der Vorsaison noch Tabellendritter in der Abschluss-Tabelle werden. Dafür müssten aber die SV Elversberg auf Schalke und der SC Paderborn beim Karlsruher SC verlieren.
Schalke trotz Niederlage nach menschlichem Ermessen gerettet.
Trotz der erneuten Niederlage der enttäuschenden Schalker, die sich vor einer Woche von Trainer Kees van Wonderen getrennt hatten, ist der Klassenverbleib aufgrund der anderen Ergebnisse nach menschlichem Ermessen geschafft. Das Team von Interimscoach Jakob Fimpel geht mit einem Vorsprung von drei Punkten und 14 Toren auf Eintracht Braunschweig in den letzten Spieltag. Die Fortuna verdiente sich den Erfolg mit etwas mehr Entschlossenheit im zweiten Durchgang. Vor der Pause war der Fortuna die Möglichkeit auf den Aufstieg kaum anzumerken. Zwar war das Team von Trainer Daniel Thioune deutlich spielbestimmend, doch fehlte der letzte Wille zum Tor. Ein schöner Volley-Treffer von van Brederode (13.) wurde nach Intervention des Videoschiedsrichters wegen einer vorherigen Abseitsposition von Nicolas Gavory nicht gegeben. Von den verunsicherten Schalkern kam auch nach dem Trainerwechsel sehr wenig. Das Beste am Spiel war lange die Atmosphäre in der mit knapp 55.000 Zuschauern vollbesetzten Arena. Die Fortuna-Fans hatten ihr Team mit gleich zwei Choreographien auf den West-Klassiker eingeschworen und auch aus Gelsenkirchen hatten sich knapp 10.000 Fans auf den kurzen Weg gemacht.
Der Hamburger SV kann am Abend (20.30 Uhr) mit einem gegen den SSV Ulm den Aufstieg in die Bundesliga perfekt machen. (dpa/sc)

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