Neben Vertretern des Premierministers und der Ministerin für Soziale Integration nahmen unter anderem der wallonische Minister Pierre-Yves Jeholet (MR), der Brüsseler Minister Bernard Clerfayt (Défi) sowie DG-Beschäftigungsminister Jérôme Franssen (CSP) an dem Treffen teil. Der DG-Minister nutzte die Gelegenheit, um auf die Besonderheiten, Bedürfnisse und Erwartungen der Deutschsprachigen Gemeinschaft hinzuweisen, heißt es in einer Mitteilung.
Jérôme Franssen betonte demnach die zentrale Rolle der beruflichen Aus- und Weiterbildung für die nachhaltige Integration von Arbeitsuchenden. Besonders hob er die duale Ausbildung als etabliertes Modell in der DG hervor. Viele Ausbildungen dauern länger als zwei Jahre – deshalb bestehe Handlungsbedarf. Besonders jungen Menschen sollten weiterhin die Möglichkeit gegeben werden, sich im Bedarfsfall freistellen zu lassen, um ihr Studium oder ihre Ausbildung erfolgreich abschließen zu können.
Jérôme Franssen verwies ebenfalls auf die Notwendigkeit eines effizienten und gezielten Austauschs von Daten und Informationen zwischen den zuständigen Behörden, um betroffene Arbeitsuchende zeitnah und zielgerichtet informieren zu können.
Die Umsetzung der föderalen Reform werde zu Mehrkosten für die ÖSHZ, die Gemeinden, das Arbeitsamt und die Deutschsprachige Gemeinschaft führen. Minister Franssen fordert daher, dass die Reform kostenneutral umgesetzt wird. Abschließend stellte er – auf Vorschlag des Föderalministers – die in der DG bereits beschlossene, strukturierte Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitsamt und den ÖSHZ vor. (red/nc)

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