Verkehrsschikane in Maldingen

Mit großem Erstaunen haben wir als direkte Anwohner der kürzlich eingerichteten Verkehrsschikane in der Wittemstraße in Maldingen den Grenz-Echo-Artikel vom 15.04.2025 gelesen und möchten uns zu dieser Maßnahme äußern. In diesem Artikel heißt es: „Wie die Polizei in einer Sondermeldung mitteilte: ‚[...] Es haben verschiedene Versammlungen stattgefunden, in denen die Veränderungen mit den jeweils betroffenen Akteuren (Bevölkerung, Gemeinden, Polizei, etc.) besprochen und gemeinsam entschieden wurden.‘“

Das „gemeinsam“ stimmt so nicht ganz! Wir Anwohner sind nie zu einer Versammlung eingeladen worden und konnten somit unsere Bedenken zu dieser Verkehrsberuhigungsmaßnahme nicht rechtzeitig äußern.

Wir haben nie um eine Verkehrsberuhigung gebeten. Das Projekt wurde durch eine WhatsApp-Nachricht vorgestellt, als es bereits von den verantwortlichen Behörden verabschiedet war. Wir versuchten, durch Gespräche mit allen Akteuren Klarheit in die Angelegenheit zu bekommen, und sind sehr enttäuscht, dass jeder versucht, sich aus der Verantwortung zu ziehen. Die Maßnahme, die der Sicherheit und Verkehrsberuhigung dienen sollte, erweist sich in der Praxis allerdings als problematisch: Viele Fahrzeuge fahren weiterhin mit unangemessener Geschwindigkeit, was die Verkehrssicherheit eher verschlechtert. Zudem beeinträchtigt die Maßnahme den Verkehrsfluss unnötig und stellt eine zusätzliche Belastung für uns Anwohner dar. Wer denkt an die Sicherheit der Anwohner, spielender Kinder und Schüler an der Bushaltestelle (ohne Zebrastreifen)? Die wirksame Verkehrsberuhigung sollte Sicherheit schaffen – nicht Frustration hervorrufen nach dem Motto „Schikane = reine Schikane“.

Wir möchten die Akteure bitten, die Wirkung der aktuellen Schikane kritisch zu überprüfen und geeignetere Alternativen zu prüfen, wie z. B. ein Streckenradar. Eine Einbindung der Anwohner in diesen Prozess wäre aus unserer Sicht wünschenswert und zielführend.

Danke für die Offenheit, wir verbleiben ganz nach dem Motto der Dorfgruppe: „Maldingen, hier leben, das ist es uns wert“ – die Anwohner.

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