EMS x Meakusma: Twilight Café wird zur Bühne für Clubmusik-Größen

<p>Helena Hauff hat sich zu einer internationalen Größe der Szene entwickelt.</p>
Helena Hauff hat sich zu einer internationalen Größe der Szene entwickelt. | Foto: Daniel Feistenauer

Die gemeinsame Clubnacht von EMS und Meakusma ist somit gespickt mit Namen, die man sonst auf den großen Bühnen der internationalen Clubszene sieht. Gerade Helena Hauff spielt nicht selten vor mehreren Tausend Menschen. Die gebuchten Künstlerinnen im Kontext einer eher kleinen Clubnacht zu sehen, ist eine Seltenheit. Dass die Organisatoren sich bei einem solchen Line Up dennoch dazu entschieden haben, das Twighlight Café als Veranstaltungsort zu wählen, ist jedoch kein Zufall: die Abende von EMS sowie die gemeinsamen Veranstaltungen von EMS X Meakusma sind geprägt von einer Euphorie und No-Bullshit-Attitüde, die in der heutigen Clubszene erfrischend ist. Sie tourt unermüdlich und hat Releases auf Labels wie Tresor, Ninja Tune, Werk Discs und Pan veröffentlicht.

2011 spielte Helena Hauff zum ersten Mal für Meakusma im Rahmen des Eupen Musikmarathons. Damals war Hauff außerhalb ihrer Heimatstadt Hamburg und des legendären Clubs Golden Pudel noch weitgehend unbekannt. Sie reiste als Begleitung eines gemeinsamen Freundes und Künstlers an, der mit seiner Band beim Meakusma Showcase auftrat. Spontan wurde sie ins Line-up der Afterparty aufgenommen – und lieferte ein Set ab, das einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Ein Jahr später war Helena Hauff bereits international bekannt. Meakusma lud sie erneut ein, diesmal zu einem Abend im damals noch unrenovierten Alten Schlachthof in Eupen. Seitdem hat sie eine beeindruckende Karriere hingelegt. Zunächst spielte sie in den besten Clubs der Welt – darunter das Berghain –, später auf großen Festivals und in Hallen mit Zehntausenden von Besuchern, wo sie unter anderem regelmäßig Back-to-Back-Sets mit Stars wie Dave Clarke, Ben UFO oder Nina Kraviz spielt. Dabei blieb sie ihrem kompromisslosen Mix aus Underground Electro, Techno, Wave und EBM stets treu.

Eine der aktuell aufstrebenden Künstlerinnen der internationalen Clubszene ist Josey Rebelle. In London geboren und aufgewachsen in einer karibischen Kultur von Tänzern, DJs und Sound-System-Betreibern, bewegt sich Rebelle furchtlos zwischen Genres und verkörpert dabei den Geist ihrer Heimatstadt. Sie war Resident-DJ im legendären Plastic People und hat hochgelobte Mixes für BBC Radio 1, The Trilogy Tapes und Fader Magazine aufgenommen. 2020 erschien ihre erste Compilation „Josey in Space“ auf Beats in Space Records. Mit einer Selektion voller Leidenschaft und Authentizität hat sich Josey Rebelle einen Namen gemacht – für sie zählt nur eines: sich in der Dunkelheit der DJ-Booth zu verlieren und Musik zu spielen. Aktuell ist Rebelle unter anderem Resident DJ im Open Ground in Wuppertal.

Farron, aufgewachsen in der Nähe von München, wurde stark von der dortigen Clubszene geprägt – insbesondere durch Clubs wie Harry Klein und das Münchener Label Ilian Tape. Unter seinem Moniker LaChriz veröffentlichte er auf Labels wie Woods 'N Bass Records, Baud und Ilian Tape, bevor er 2015 sein eigenes Label Shaw Cuts gründete. Dort begann er, als Farron zu releasen und präsentiert seither auch Werke anderer Künstler.

Seine zwischen Techno und Breakbeat pendelnden Live-Sets sind vielseitig, frei und zutiefst persönlich. Seine frühen Einflüsse aus Hip-Hop, Reggae und Punk blitzen immer wieder in seinen Live Auftritten und Releases auf. Abgerundet wird die Nacht von den EMS-Residents, die das Line-up vervollständigen. (red/jj)

Beginn der Veranstaltung ist um 21 Uhr. Tickets sind im Vorverkauf für 15 Euro zuzüglich Gebühren erhältlich. Weitere Informationen und Karten gibt es auf www.meakusma.org.

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment