In seiner Frage an Landwirtschaftsministerin Anne-Catherine Dalcq (MR) erinnerte Spies daran, dass der aktuelle Genehmigungsmechanismus für Ausnahmen zum Schutzstatus dieser Arten oft zu langsam sei: „Wenn die Genehmigung endlich eintrifft, ist der Schaden häufig schon entstanden.“
Die Ministerin bekräftigte ihre Absicht, die Verfahren zu vereinfachen. Ziel sei es, bis zum Frühjahr 2026 einen neuen rechtlichen Rahmen in Kraft zu setzen, der eine schnellere Bearbeitung solcher Ausnahmen ermöglicht. Ein entsprechender Dekretentwurf soll bis Ende April in erster Lesung der Regierung vorgelegt und bis Jahresende vom Parlament verabschiedet werden.
Patrick Spies begrüßte diese Ankündigung grundsätzlich, betonte jedoch die Dringlichkeit: „Ich werde regelmäßig von Landwirten und Fischzüchtern auf diese Problematik angesprochen. In dringenden Fällen müssen rasche und unkomplizierte Ausnahmeregelungen möglich sein.“
Zudem regte er eine Reflexion über die verwendete Sprache in der Verwaltung an: „Wenn es um gezielte Eingriffe in Wildtierbestände geht, ist oft von 'Vernichtung' die Rede. Dieser Begriff wirkt überzogen und lässt an systematische Ausrottung denken. Ich halte es für sinnvoll, hier eine weniger stigmatisierende Ausdrucksweise zu finden.“
Patrick Spies kündigte an, das Thema möglicher Alternativen zur Tötung – etwa präventiver Schutzmaßnahmen – in einer separaten parlamentarischen Anfrage weiter zu verfolgen. (red/nc)

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