Reisebetrug nimmt zu: Polizeizone Weser-Göhl warnt vor ETA-Fallen im Internet

<p>Wer nach Großbritannien reist, braucht jetzt eine digitale Einreisegenehmigung. Doch Online-Fallen lauern: Drittanbieter kassieren ab – oft für wenig bis keinen echten Service.</p>
Wer nach Großbritannien reist, braucht jetzt eine digitale Einreisegenehmigung. Doch Online-Fallen lauern: Drittanbieter kassieren ab – oft für wenig bis keinen echten Service. | Foto: Monika Skolimowska/dpa

„In den letzten Wochen haben wir vermehrt Hinweise auf betrügerische Angebote erhalten, die sich gezielt an Menschen richten, die eine ETA beantragen möchten“, heißt es in einem Presseschreiben der Polizeizone. Die Betrugsmasche sei ebenso einfach wie perfide: Gefälschte Internetseiten erscheinen bei der Online-Suche oft weit oben in den Ergebnissen und versprechen schnelle, komfortable Lösungen – wie etwa Express-Anträge oder Komplettpakete. Doch hinter der vermeintlichen Dienstleistung steckt in Wahrheit häufig Abzocke oder sogar der Versuch, sensible Daten zu stehlen.

Seit Ende 2023 benötigen viele Reisende, auch aus Belgien, die kostenpflichtige ETA, um visumfrei nach Großbritannien einzureisen. Mit Wirkung vom 9. April 2025 ist die offizielle Gebühr von 10 auf 16 britische Pfund gestiegen. Auf den betrügerischen Seiten werden jedoch oft deutlich höhere Summen verlangt – teilweise mehrere Dutzend Euro.

Die Polizei rät daher zur Vorsicht: „Wer mehr als 16 Pfund bezahlt hat oder seine persönlichen Daten auf dubiosen Seiten eingegeben hat, sollte umgehend handeln“, so die Beamten. Die offizielle und sichere Beantragung erfolgt ausschließlich über die Webseite www.gov.uk oder die kostenfreie „UK ETA“-App in den gängigen App Stores. Domains, die nicht auf „.gov.uk“ enden, sollten grundsätzlich misstrauisch machen.

Auch auf einen angeblichen Express-Service sollte man laut Polizei besser verzichten: „Diese Zusatzangebote sind nicht nötig und dienen meist nur dazu, mehr Geld zu kassieren – oder noch schlimmer: Zugang zu persönlichen Daten zu erhalten.“

Wer glaubt, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, sollte alle Belege sichern – insbesondere Screenshots und Zahlungsnachweise – und sich umgehend an das zuständige Polizeikommissariat wenden. Wurden Bankdaten angegeben, ist es ratsam, die betroffenen Karten sofort sperren zu lassen. „Selbst wenn kein finanzieller Schaden entstanden ist, können solche Hinweise helfen, andere Bürgerinnen und Bürger vor ähnlichen Betrügereien zu bewahren“, betont die Polizei abschließend. (red/calü)

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