Schwere Erdbeben erschüttern Myanmar und Nachbarländer

<p>Auch in Bangkok offenbart sich ein Bild der Zerstörung.</p>
Auch in Bangkok offenbart sich ein Bild der Zerstörung. | Foto: AFP

Das Epizentrum lag nahe der gleichnamigen Stadt in einer Tiefe von zehn Kilometern, wie das US-amerikanische geophysikalische Institut USGS mitteilte. In den sozialen Medien berichteten Bewohner aus Bangkok und Hanoi, dass die Erschütterung dort deutlich zu spüren war und über 30 Sekunden anhielt. Etwa zehn Minuten später folgte ein Nachbeben der Stärke 6,4, rund 30 Kilometer nördlich des ursprünglichen Epizentrums. Beide Beben ereigneten sich in der Nähe der Stadt Mandalay, der zweitgrößten Stadt Myanmars mit über 1,2 Millionen Einwohnern.

In Bangkok kam es zu Evakuierungen von Büros, Krankenhäusern und Geschäften. Auch einige U-Bahn-Linien wurden vorübergehend stillgelegt. Die Erschütterungen waren zudem im Norden und Zentrum Thailands spürbar. Thailands Premierminister Paetongtarn Shinawatra hat eine Krisensitzung einberufen. Beim Einsturz eines im Bau befindlichen 30-stöckigen Gebäudes in Bangkok sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Das teilte Vizepremier Phumtham Wechayachai mit. Rettungskräfte suchen weiterhin nach 81 Personen, die sich noch unter den Trümmern befinden könnten.

Insgesamt sind beim Erdbeben nach Medienberichten mindestens 21 Menschen gestorben. Das berichtet die Nachrichtenseite Mizzima News unter Berufung auf Hilfsorganisationen und lokale Quellen in den Regionen Taungoo, Bago, Pyawbwe sowie Mandalay. Es werde mit weiteren Toten gerechnet.

Aus Myanmar selbst gab es zunächst keine offizielle Reaktion der Behörden. Journalisten in der Hauptstadt Naypyidaw berichteten jedoch von Rissen in Straßen sowie herabgefallenen Deckenstücken in Gebäuden.

Auch aus dem Südwesten Chinas meldete der chinesische geologische Dienst CENC spürbare Erschütterungen in der Provinz Yunnan. In Vietnam wurden die Beben in den Städten Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt wahrgenommen. (belga/dpa/jj)

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