In der Eifel entsteht eine Fördersekundarschule

<p>Die SP-Abgeordnete Kirsten Neycken-Bartholemy hat sich im Parlament nach dem Stand der Dinge in Sachen Fördersekundarschule in der Eifel erkundigt.</p>
Die SP-Abgeordnete Kirsten Neycken-Bartholemy hat sich im Parlament nach dem Stand der Dinge in Sachen Fördersekundarschule in der Eifel erkundigt. | Foto: David Hagemann

Im zuständigen Ausschuss wurde der erkrankte Minister durch seine Kollegin, die ehemalige Unterrichtsministerin Lydia Klinkenberg (ProDG), ersetzt. Diese konnte grundsätzliche Aussagen machen, verwies aber bei Nachfragen – zum Beispiel zum genauen Zeitplan – auf Franssen. Die Fördersekundarschule in der Eifel ist eine gute Sache für Schüler aus dem Süden der DG, damit diese nicht mehr so lange Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen.

Die Planungen für den Standort einer Fördersekundarschule in der Eifel schritten „kontinuierlich voran“, sagte Lydia Klinkenberg in Vertretung ihres Ministerkollegen. „Es wird künftig eine Fördersekundarschule im Süden unserer Gemeinschaft geben“, betonte sie. Wie er bereits zu Beginn des laufenden Schuljahres erwähnt habe, habe ein erstes Treffen mit der zu diesem Zweck gegründeten Elternvereinigung stattgefunden. Hinsichtlich einer Übergangslösung seien bereits „geeignete Räumlichkeiten“ ermittelt worden: Das zum Teil leerstehende Internat der Bischöflichen Schule sei „idealer Standort“, um die Schülerinnen und Schüler aufzunehmen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Zentrums für Förderpädagogik (ZFP) habe er sich ein Bild über die Möglichkeiten vor Ort gemacht und „dabei einen positiven und vor allem konstruktiven Austausch mit Schul- und Internatsleitung geführt“.

Lydia Klinkenberg führte anstelle von Jérôme Franssen weiter aus: „Derzeit sind wir dabei zu klären, wie viele Kinder diese Möglichkeit nutzen würden und ab wann dies realisierbar wäre. Das ZFP arbeitet hierzu an einem Umsetzungskonzept und ist dabei zu prüfen, welche Kinder diese Möglichkeit nutzen würden. Diese Überprüfung betrifft sowohl Schülerinnen und Schüler, die täglich mit dem Bus nach Eupen kommen als auch jene, die im ZFP-Internat beherbergt werden.“ Ein Wechsel des Beschulungsstandorts von Eupen nach St.Vith erfolge „stets auf freiwilliger Basis“.

Die Ergebnisse der Analyse würden in das Umsetzungskonzept einfließen, das sich auch mit den zeitlichen Perspektiven und den spezifischen Förderprofilen der Schülerinnen und Schüler befasst.

„Denn: Ein Kind ist nicht wie das andere, daher sind die Bedarfe, Ausbildungsziele und räumlichen Notwendigkeiten entsprechend unterschiedlich. Diese Fragen werden in Kürze geklärt sein und dann können konkrete Maßnahmen getroffen werden“, erklärte Ministerin Lydia Klinkenberg im PDG.

Franssen werde in Kürze ein weiteres Treffen mit der Elternvereinigung anberaumen, um über die Sachstände zu informieren. Die Frage der Inklusion gehe allerdings weit über die Frage der Raumplanung hinaus. „Inklusion muss globaler angedacht werden und alle Unterrichtseinrichtungen einbeziehen. Daher ist es notwendig, dass wir parallel zur reinen Raumfrage, gerade im Hinblick auf die Gesamtkonzeption des Fördersekundarstandorts Süd, Überlegungen verfolgen, wie Kinder mit Förderbedarf, gemäß dem in der DG erfolgreich praktizierten Campus-Konzept, in örtliche Regelschulen integriert werden können.“

Im Parlamentsausschuss gab es allgemein Lob für die Bemühungen, und zudem wurde der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass die Pläne möglichst schnell umgesetzt werden. Denn die jetzige Situation sei für manche Familien „belastend“, sagte Kirsten Neycken-Bartholemy. Auch Andreas Jerusalem (Ecolo) freute sich darüber, dass bei diesem wichtigen Thema eine Lösung in „greifbarer Nähe“ sei. Eine Internatslösung in St.Vith könnte zudem das Internat in Eupen entlasten, so Jerusalem. Auch Steffi Pauels (CSP) begrüßte die Neuigkeiten. Es sollte eine Alternative im Süden geben, damit Eltern verschiedene Möglichkeiten hätten. Eine Internatslösung in der Eifel sei möglich, meinte Lydia Klinkenberg, ohne konkret zu werden, jedoch nutzten Schüler aus dem Süden das Internat im Norden ja vor allem, weil sie aus der Eifel kommen. (sc)

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