Stromimport auf Rekordniveau: Belgien muss tief in die Tasche greifen

<p>Waren ein Grund für Belgiens erhöhte Stromimporte: die (unzuverlässigen) Atomkraftwerke. Das Bild zeigt das Kernkraftwerk Doel (Gemeinde Beveren), das aus vier Blöcken mit je einem Druckwasserreaktor besteht.</p>
Waren ein Grund für Belgiens erhöhte Stromimporte: die (unzuverlässigen) Atomkraftwerke. Das Bild zeigt das Kernkraftwerk Doel (Gemeinde Beveren), das aus vier Blöcken mit je einem Druckwasserreaktor besteht. | Foto: belga

Nach Angaben der belgischen Nationalbank musste das Königreich 2018 rund ein Fünftel seines gesamten Strombedarfs über Importe aus dem Ausland decken. Kostenpunkt: satte 1,15 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor waren es „lediglich“ acht Prozent.

Aus finanzieller Sicht war das Jahr 2018 alles, nur nicht rosig. Denn wie die belgischen Wirtschaftszeitungen „L’Echo“ und „De Tijd“ berichten, bleibt selbst nach Abzug der Einnahmen aus Stromexporten, die Rede ist immer von 213 Millionen Euro, ein Minus in Höhe von 938 Millionen Euro - so viel wie noch nie.

Die Negativrekorde sind vor allem auf den unzuverlässigen Betrieb der belgischen Atomkraftwerke zurückzuführen. Belgien war vor allem im Herbst dazu gezwungen, teuren Strom zu importieren. Eine Zeit, in der unsere Nachbarländer wenig günstige Überschussproduktion in petto hatten. Im Durchschnitt war der importierte Strom im Jahr 2018 12 Prozent teurer als der Export. (belga/calü)

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