Marcel Bauer und das Vennland

Lieber Marcel, wir kennen uns ja ziemlich gut, und ich lese auch gerne, was du schreibst. Aber, wenn du die Feder zur Hand nimmst und nach Jahren wieder für den Begriff „Vennland“ für unsere Heimat eintrittst, dann liegst du meines Erachtens nach falsch. Wenn das Venn für Orte wie Eupen und Elsenborn oder Weywertz sehr wichtig ist, dann haben die südlichen Eifeler von St.Vith bis Burg-Reuland damit wenig am Hut.

Dagegen ärgere ich mich über die Regierung der DG, welche nicht eindeutig vorgeht beim Gebrauch des Begriffs „Ostbelgien“. Manchmal als Ersatz für DG, aber manchmal eben auch viel weiter, wo man dann die Ausläufer wie Malmedy und Weismes mitnimmt. Und das GrenzEcho fügt dann noch Welkenraedt hinzu, wenn es vor einer Woche schreibt, dass Copeland seinen „ostbelgischen“ Standort schließt. So macht man aus Ostbelgien einen echten Wischi-Waschi-Begriff.

Wenn man aber einen Namen echt promoten will, dann ist Eindeutigkeit angesagt. Dies kann jeder Marketingfachmann bestätigen. Bei meinen flämischen Freunden habe ich inzwischen „Oostbelgië“ verankert als Beschreibung für die DG (wo viele irrtümlich glaubten, dass ich als deutschsprachiger Belgier auch zur DG gehörte, obschon ich schon seit über 50 Jahren nicht mehr in Ostbelgien wohne).

Aber in der jetzigen vierten Jahreszeit hat man in Ostbelgien Wichtigeres zu tun und wird sowohl dein Leserbrief als auch meine Antwort wohl kaum wahrgenommen werden. Alaaf.

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment