Christine Mauel befragt den wallonischen Ministerpräsidenten zum Verbot von Hausschlachtungen

<p>Hausschlachtungen werden in der Wallonie künftig verboten. Die ostbelgische Regionalabgeordnete Christine Mauel wollte mehr dazu erfahren.</p>
Hausschlachtungen werden in der Wallonie künftig verboten. Die ostbelgische Regionalabgeordnete Christine Mauel wollte mehr dazu erfahren. | Archivfoto: David Hagemann

 Damit möchte die Regierung um Ministerpräsident Adrien Dolimont (MR) sowohl den Tierschutz als auch die Einhaltung der Lebensmittelgesetze stärker kontrollieren.

Die ostbelgische Regionalabgeordnete Christine Mauel (PFF/MR) erkundigte sich am Mittwoch erneut zu den Hintergründen der getroffenen Entscheidung. Was das Tierwohl angeht, liege es vor allem an der Schwierigkeit, die ordnungsgemäße Betäubung vor der Schlachtung zu gewährleisten. „Bei mehreren Beschlagnahmungen, darunter im Juni 2024 in Lüttich, wurden Mängel bei der Betäubung festgestellt. 470 Tiere waren ohne Betäubungsvorrichtung geschlachtet worden“, heißt es in einer Pressemitteilung der liberalen Politikerin. Um die Kontrolle und hygienischen Bedingungen zu verbessern, wolle die wallonische Regierung die Schlachtungen durch Fachleute verpflichtend machen, wie es in den anderen Regionen Belgiens bereits vorgegeben ist. Zudem unterstützt die Region bereits ein Forschungsprojekt mit der Universität Lüttich zur Schlachtung auf Bauernhöfen. Auf Nachfrage der Regionalabgeordneten bestätigte der Ministerpräsident, dass die Wallonie weiterhin daran interessiert sei, die „organisierte mobile Schlachtung“ als tierfreundlichere Alternative zur Schlachtung im Schlachthof zu unterstützen. In der vergangenen Legislaturperiode wurden verschiedene Modelle, etwa der Bolzenschuss auf der Weide oder die Schlachtung in einem Schlachtmobil, analysiert. Diese Methoden seien besonders im ländlichen Raum von Vorteil, da sie den Stress für die Tiere reduzieren könnten.

„Die Qualität des Fleisches und die hygienischen Maßnahmen bei der Schlachtung sind sehr wichtig, ebenso wie das Wohl der Tiere und die Reduzierung von Stress. Ich habe den Ministerpräsidenten zu einem Dialog mit Landwirten und Züchtern ermutigt, um alternative Lösungen zu erkunden. Dies gilt besonders für diejenigen aus ländlichen Teilen der Wallonie, die weite Strecken zu Schlachthöfen zurücklegen müssen“, wird Mauel in der Pressmitteilung zitiert. (red/nc)

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