Die Reform der berufsqualifizierenden Ausbildung der Regierung der Französischen Gemeinschaft wird laut Patrick Spies erhebliche Auswirkungen auf die Holzwirtschaft in der Wallonischen Region und somit auch in Ostbelgien haben, wie er in einer Pressemitteilung schreibt.
Viele Unternehmen des Sektors würden demnach durch die Reform dringend benötigter Fachkräfte beraubt. Neben den Renovierungsberufen handele es sich hierbei um einen weiteren Schlüsselsektor der regionalen Wirtschaft, der durch die Entscheidungen der Koalition aus MR und Les Engagés destabilisiert werde. Am Montag befragte Patrick Spies die wallonische Landwirtschaftsministerin Anne-Catherine Dalcq (MR) zu diesem Thema.
„Es ist unbestritten, dass die Reform der berufsqualifizierenden Ausbildung wesentliche Wirtschaftszweige erheblich beeinträchtigen wird. Hierzu gehört auch der Holzsektor. Zahlreiche Fachausbildungen, wie die zum Holzfäller, Baumpfleger oder zum Forstmaschinenführer, drohen zu verschwinden. Dadurch wird die Zukunft eines für unsere Wirtschaft lebenswichtigen Sektors gefährdet“, wird der Abgeordnete in der Pressemitteilung zitiert.
Besonders besorgniserregend sei dabei der Fall der Provinzschule in La Reid, die Jugendliche aus der ganzen Wallonie für eine Ausbildung in der Forstwirtschaft anzieht. Aufgrund der Zugangsbeschränkungen für das siebte Ausbildungsjahr würden diese Jugendlichen, insbesondere diejenigen, die nach ihrem Abitur gekommen sind, künftig ohne Lösung dastehen. „Das ist eine echte Katastrophe für die gesamte Holzbranche und insbesondere für die erste Verarbeitungsstufe. Diese Ausbildungen entsprechen einem besonderen Bedarf für die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder und die Holzverarbeitung. Es handelt sich um Sektoren, die ohnehin bereits durch den Mangel an qualifizierten Fachkräften geschwächt sind“, betonte Patrick Spies demnach im Parlament in Namur. Mit mehr als 9.500 Unternehmen und 20.000 direkten Arbeitsplätzen ist der Holzsektor für die Wallonische Region von strategischer Bedeutung. Er spielt eine entscheidende Rolle für die Wirtschaft in unserer Region, indem er eine nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen fördert. „Ohne Holzfäller und qualifiziertes Personal in den Wäldern gibt es keine Holzbranche und somit auch keine mögliche Reindustrialisierung“, so Patrick Spies.
In der Ausschusssitzung wollte Spies von Dalcq wissen, wie sie die negativen Folgen dieser Reform abzufedern gedenkt. Diese räumte ein, dass die Situation für die Branche problematisch sei und dass sie schnellstmöglich Kontakt mit ihrer für Bildung zuständigen Amtskollegin Valérie Glatigny (MR) in der Französischen Gemeinschaft aufnehmen werde. „Wir können nicht zulassen, dass eine solch wichtige Branche verschwindet. Es ist unsere Pflicht, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um ihren Fortbestand zu sichern und ihre Schlüsselrolle in der Wirtschaft unserer Region zu festigen. Ich fordere Sie auf, zu handeln und die Holzbranche, die für unsere Region von entscheidender Bedeutung ist, zu retten“, lautete der eindringliche Appell des Abgeordneten an die MR-Ministerin. (red/nc)

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