Mit Erleichterung habe ich gelesen, dass es nach der Flutkatastrophe mit der Eupener Unterstadt wieder aufwärts geht. Neben der Parkanlage auf dem Scheiblerplatz gibt es im Anschluss daran demnächst ein attraktives Wohnprojekt, das sich „Venntor“ nennt. Jeder, der hierzulande etwas verkaufen will, greift auf das Hohe Venn zurück: es gibt mittlerweile Vennbrot, Vennwurst, Vennkäse, Vennbier und Vennkabel. Es gibt eine Venntrilogie, eine Vennbahn, einen Vennliner und Venntaler als alternatives Zahlungsmittel. Die Filialen von Proximus und McDonalds und das hiesige Hotel- und Gaststättengewerbe machen mit Bildern vom Hohen Venn ihre Werbung.
Nur in der Deutschsprachigen Gemeinschaft, die vorgibt, hiesige Produkte zu vermarkten, kommt das Venn nicht vor. Dort hält man stur an „Ostbelgien“ fest, obwohl dieser Begriff fehlerhaft und missverständlich ist und außerhalb unserer neun Gemeinden von niemandem im In- und Ausland gebraucht oder verstanden wird.
Kommentare
Wenn seit Jahren am Sitz des Ministerpräsidenten, Gospert 42 zu lesen ist:
“OSTBELGIEN - Sitz des Ministerpräsidenten”,
ohne dass es irgendjemandem (weder Journalisten, noch Politiker) auffällt oder gar Anstoß daran genommen wird, dass hier jeglicher Hinweis auf die… Deutschsprachige Gemeinschaft fehlt - besser, vorsätzlich unterschlagen wird -, ist jede weitere Diskussion über das “ostbelgische” Standortmarketing obsolet.
Abgesehen davon ist “Vennland’ m.M.n. wohl auch nicht der Weisheit letzter Schluss…
Kommentar verfassen
1 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren