Eupen
Mit Unterstützung der begleitenden Lehrpersonen Sabrina Emonts und Michael Cohnen widmeten sich die Schülerinnen und Schüler einer hochaktuellen und brisanten Fragestellung: „Worin liegt der Erfolg rechter Parteien wie Vlaams Belang und AfD, insbesondere bei jungen Wählerinnen und Wählern unter 35, begründet?“
Das Thema, das auf politischer und gesellschaftlicher Ebene für intensive Diskussionen sorgt, wurde von der Klasse umfassend und differenziert analysiert. Als Format haben sich die Schülerinnen und Schüler für zwei Zeitungsseiten im A3-Format entschieden. Zu Beginn wurde ein strukturierter Arbeitsplan erstellt, der die Grundlage für das weitere Vorgehen bildete. Die Klasse teilte sich in Kleingruppen, die in zwei Phasen arbeiteten: In der ersten Phase lag der Fokus auf informativen Beiträgen wie Berichten und Nachrichten. Hierbei untersuchten die Gruppen die Programme und Wahlergebnisse der AfD und des Vlaams Belang, analysierte deren Strategien in sozialen Medien und setzten sich mit den Jugendorganisationen beider Parteien auseinander. Ein besonderes Highlight war das Interview mit dem Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft Oliver Paasch. Es bot wertvolle Einblicke in die politische Landschaft und die Herausforderungen im Umgang mit populistischen Parteien. „Das Gespräch mit Herrn Paasch hat uns geholfen, die politischen Hintergründe besser zu verstehen“, so ein Schüler. In der zweiten Phase wurden die gewonnenen Erkenntnisse reflektiert und kreativ aufbereitet. So entstanden unter anderem ein Kommentar, eine Karikatur und Analysen, die die Komplexität des Themas greifbar machten.
In regelmäßigen „Redaktionssitzungen“ tauschten die Gruppen ihre Fortschritte aus und erhielten Feedback. Dabei wurde nicht nur die Qualität der Beiträge verbessert, sondern auch der Teamgeist gestärkt. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Gestaltung des Layouts, das die Ergebnisse ansprechend präsentieren sollte. Die abschließende Feedbackrunde zeigte, wie bereichernd die Arbeit für die Schülerinnen und Schüler war. „Wir haben gelernt, immer kritisch zu hinterfragen und uns außerhalb unserer Komfortzone zu bewegen“, so ein Teilnehmer.(red/pf)

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