Nawalnys erster Todestag: Gedenken an Kremlgegner

<p>Der russische Oppositionsaktivist Alexej Nawalny starb am 16. Februar 2024.</p>
Der russische Oppositionsaktivist Alexej Nawalny starb am 16. Februar 2024. | Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa

Ein Jahr nach dem Tod des russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny wird an diesem Sonntag international an den schärfsten Gegner des russischen Präsidenten Wladimir Putin erinnert. Nawalnys Team will den Todestag mit einer Live-Sendung im Internet begleiten. Auf dem Moskauer Friedhof Borissowskoje können Menschen am Grab des Kremlgegners Blumen niederlegen.

Erwartet wird auch das Ergebnis der Abstimmung über ein Denkmal für Nawalny, der für ein demokratisches und freies Russland gekämpft hatte. Menschenrechtler warnten vorab vor der Gefahr von Festnahmen, weil Nawalnys politische Bewegung in Russland als extremistisch eingestuft und verboten ist.

Julia Nawalnaja, die Witwe des Kremlgegners, hat zudem zum Gedenkabend in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin eingeladen. Sie führt im Exil die Oppositionsarbeit ihres Mannes weiter. Geplant seien auch an anderen Orten im Ausland Veranstaltungen, darunter Kundgebungen, Vorführungen des Dokumentarfilms „Nawalny“ und Mahnwachen, teilte die Opposition im Exil mit.

Der auch durch einen Giftanschlag 2020 mit dem chemischen Kampfstoff Nowitschok geschwächte Nawalny starb am 16. Februar vorigen Jahres unter unklaren Umständen in dem Straflager „Polarwolf“ in der Arktisregion. Seine Angehörigen werfen Kremlchef Putin Mord vor. Zur Beerdigung Nawalnys in Moskau kamen voriges Jahr trotz politischer Repressionen Tausende Menschen. Viele riefen: „Russland ohne Putin“, „Putin ist ein Mörder“ und „Nein zum Krieg“. (dpa/ag)

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