Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den Mann erhoben, wie das Landgericht Aachen mitteilte. Demnach werden dem 44-Jährigen darin fünfmal Mord und 25-mal versuchter Mord vorgeworfen.
Der Verdacht kam 2024 auf. Daraufhin wurde Haftbefehl erlassen.
Der Mann soll Patienten sedierende Medikamente verabreicht haben, teilweise in Kombination mit schmerzstillenden Präparaten, wie eine Sprecherin erklärte. Die „Aachener Zeitung“ hatte zuvor berichtet.
Das ganze Ausmaß des Falls ist damit womöglich allerdings noch gar nicht erfasst. Wie die Staatsanwaltschaft Aachen mitteilte, gibt es – über die Vorwürfe in der Anklage hinaus – ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen den Mann. Auch dabei gehe es um Tötungsdelikte, sagte eine Sprecherin.
Im vergangenen Sommer war bekanntgeworden, dass die Staatsanwaltschaft gegen einen ehemaligen Pfleger eines Klinikums in Würselen ermittelt. Damals war als Vorwurf von mehreren versuchten Tötungsdelikten „im Rahmen seiner Tätigkeit als Krankenpfleger“ die Rede gewesen. Der Deutsche war den damaligen Angaben zufolge mehrere Jahre lang – und noch bis Anfang Mai 2024 – auf der Palliativstation des Klinikums beschäftigt gewesen. Im Juli 2024 wurde Haftbefehl erlassen.
Klinikum ist froh,
dass es zur Anklage gekommen ist.
Das Rhein-Maas-Klinikum in Würselen erklärte gegenüber der „Aachener Zeitung“, dass man froh sei, dass die behördlichen Ermittlungen mittlerweile sehr weit fortgeschritten und es zur Anklage gekommen sei.
Das Landgericht muss nun entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird und es zu einem Prozess kommt.
(dpa/ab)

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