Alkohol ist tief in unserer Gesellschaft verankert, und wird oft als selbstverständlich akzeptiert. Doch was passiert, wenn wir bewusst darauf verzichten? „Die ‘Heute-nicht’-Challenge bietet die Möglichkeit, den eigenen Konsum zu reflektieren und eine Pause einzulegen. Alkohol sollte nicht die Regel und der Verzicht nicht die Ausnahme darstellen“, erklärt Madita Willems, Suchtberaterin der ASL in einer Mitteilung zur Kampagne.
Gesundheitliche Vorteile eines bewussten Verzichts
Weiter heißt es, Alkoholverzicht bedeutet nicht weniger Lebensfreude – im Gegenteil, es geht darum, neue Erfahrungen zu sammeln und zu erleben, dass man auch ohne Alkohol genießen und entspannen kann, heißt es darin weiter. Die Vorteile eines alkoholfreien Lebensstils sind vielfältig. Schon wenige Wochen ohne Alkohol können zu besserem Schlaf, mehr Energie, einem verbesserten Hautbild und einer positiven Wirkung auf Blutdruck und Leber führen. Diese Veränderungen zeigen, wie der Körper auf eine Alkoholpause reagiert. Langfristig sinkt zudem das Risiko für verschiedene Erkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lebererkrankungen und bestimmte Krebsarten. „Der hartnäckige Mythos, dass ein Glas Rotwein täglich gut fürs Herz sei, ist inzwischen wissenschaftlich widerlegt. Alkohol hat keine gesundheitsfördernde Wirkung. Eine bewusste Pause vom Alkohol ist daher eine gute Gelegenheit, dem Körper etwas Gutes zu tun“, erklärt Isabelle Kniebs vom PRT in dem Schreiben.
Ein besonderes Highlight der diesjährigen Challenge ist demnach die Unterstützung durch die Polizei, die sich aktiv für einen bewussten Umgang mit Alkohol einsetzt. „Kein Alkohol, kein Ärger“ – so fasst es Daniel Keutgen, Zonenchef der Polizeizone Weser-Göhl, zusammen. „Alkohol senkt die Hemmschwelle und ist oft der Auslöser für Konflikte. Viele Einsätze könnten vermieden werden, wenn bewusster konsumiert würde.“ Um ein Zeichen zu setzen, verteilt die Polizei bis Karneval bei Alkoholkontrollen „Heute-nicht“-Schlüsselanhänger mit Einkaufschip, die als Erinnerung für bewusste Entscheidungen dienen – zum Beispiel beim Einkaufen.
Ein Bändchen als sichtbares Zeichen
Unterstützt wird „Heute-nicht“ auch von der Deutschsprachigen Gemeinschaft, dem BRF, Pavonet und dem GrenzEcho. Zudem engagieren sich zahlreiche Kampagnenbotschafter aus Politik, Kultur, Sport und Gesundheit, um die Aktion aktiv zu unterstützen.
Als Symbol der Challenge gibt es auch in diesem Jahr das markante blaue Bändchen mit der Aufschrift „Heute nicht“. „Es steht für die bewusste Entscheidung, während der Fastenzeit auf Alkohol zu verzichten, und macht diese Wahl in der Gesellschaft sichtbar. Das Bändchen hilft, standhaft zu bleiben, und bietet zugleich einen Gesprächsanlass, um auf die Challenge aufmerksam zu machen“, erläutert Madita Willems.
Besonders in Gruppen, mit der Familie oder im Team fällt es oft leichter, gemeinsam durchzuhalten. „Teilnehmende der ersten Runde berichten, dass ihnen der Verzicht gutgetan hat und dass es in der Gemeinschaft und durch alkoholfreie Alternativen einfacher wird zu verzichten“, so Willems weiter.
Die Bändchen sind kostenlos im PRT, der ASL und in vielen Anlaufstellen erhältlich.
Gemeinschaftliches Erlebnis und Afterwork Event am 27. März
Abschließend heißt es in der Mitteilung: Die „Heute-nicht“-Challenge ist mehr als ein individueller Ansporn – sie ist eine gemeinschaftliche Bewegung. Besonders in diesem Jahr wird der Austausch unter Teilnehmenden gefördert. Am 27. März findet im BRF-Foyer ein großes Afterwork 0,0‰-Event statt. Ab 17 Uhr erwarten die Gäste gratis alkoholfreie Cocktails, DJ-Lounge-Musik, leckere Pasta von Fit ó Fago und ein Motivationscoach, der Tipps zum Durchhalten gibt. Zudem kann man mit einer Rauschbrille selbst erleben, wie Alkohol die Wahrnehmung verändert. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Jetzt anmelden, mitmachen und gemeinsam mit Ostbelgien Alkoholeinheiten einsparen. (red/kupo)
Wer mitmachen möchte, kann sich bis zum 5. März 2025 unter www.heute-nicht.be anonym registrieren.

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