Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2023, der ebenfalls bereits einen Tiefstand markierte, sank die Anzahl der genehmigten Bauvorhaben um 9 %. Besonders betroffen sind die Regionen Flandern und Brüssel. Eine Ausnahme bildet die Wallonie, wo 8.238 Genehmigungen erteilt wurden – ein Anstieg von 4,2 % im Vergleich zum Vorjahr.
Während der Neubau rückläufig ist, zeigt sich der Bereich der Renovierungen widerstandsfähiger. Zwischen Januar und September 2024 wurden 20.484 Genehmigungen für die Renovierung von Wohngebäuden erteilt, was einer Steigerung von 2 % gegenüber 2023 entspricht. Dies deutet darauf hin, dass viele Haushalte und Investoren angesichts steigender Baukosten und Unsicherheiten den Fokus auf die Sanierung bestehender Gebäude legen.
Die Ursachen für den historischen Rückgang der Neubaugenehmigungen sind vielfältig. Dazu zählen die steigenden Baukosten durch Materialknappheit und Inflation sowie strengere Umwelt- und Energiestandards, die Projekte teurer und komplexer machen. Aber auch die wirtschaftliche Unsicherheit, die potenzielle Investoren zögern lässt, ist ein Grund. (belga/calü)

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