Mit einer durchschnittlichen Auslastung von 72,1 % lag der Wert 2024 um 2,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr, jedoch weiterhin 3,4 Punkte unter dem Niveau von 2019 – dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie, das als Vergleichsmaßstab gilt. „Die Entwicklung ist ermutigend, doch das Ziel einer Auslastung von 80 %, das als Rentabilitätsgrenze für die Branche gilt, ist noch nicht in Sicht“, so die BHA.
Auch die Einnahmen pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) stiegen 2024 nur um 1,1 % im Vergleich zu 2023 und liegen 16 % über dem Wert von 2019 – jedoch deutlich unter der Inflationsrate. „Der Anstieg des Hotelumsatzes ist im Vergleich zu den steigenden Arbeitskosten im Hotel- und Gaststättengewerbe und den höheren Energiekosten nicht groß genug“, betonte die BHA.
Druck durch illegale Unterkünfte
Ein weiteres Problem, das die Erholung bremst, ist die Konkurrenz durch illegale Wohnungsvermietungen, die laut BHA fast 25 % des Marktes ausmachen. „Die Rückkehr zur Normalität hängt entscheidend von einer Steigerung des Aktivitätsvolumens ab und von Maßnahmen zur Bekämpfung dieser illegalen Angebote“, erklärte die Organisation.
Die BHA fordert die regionalen und föderalen Regierungen auf, die Bemühungen zur Stärkung des Hotelgewerbes fortzusetzen. „Es ist dringend notwendig, an die Erfolge der Vergangenheit anzuknüpfen und die Wettbewerbsfähigkeit Brüssels auf dem europäischen Markt zu sichern“, heißt es abschließend in der Stellungnahme. (belga/calü)

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