Grüner unterwegs: STIB setzt 2025 in Brüssel auf Elektrobusse und Modernisierung

<p>Ein Blick auf den ersten elektrischen Gelenkbusses vom Typ eCitaro der STIB. Vor einigen Monaten hatte die STIB 70 elektrische Gelenkbusse des Typs eCitaro bestellt. Diese neue Generation von Fahrzeugen kann sowohl in Depots als auch unterwegs an den Endhaltestellen des Netzes aufgeladen werden.</p>
Ein Blick auf den ersten elektrischen Gelenkbusses vom Typ eCitaro der STIB. Vor einigen Monaten hatte die STIB 70 elektrische Gelenkbusse des Typs eCitaro bestellt. Diese neue Generation von Fahrzeugen kann sowohl in Depots als auch unterwegs an den Endhaltestellen des Netzes aufgeladen werden. | Foto: belga

Das Wachstum zog sich durch alle Transportmittel, besonders jedoch durch die Tramlinien. Dabei waren die Fahrgastzahlen sowohl werktags als auch am Wochenende und zu allen Tageszeiten höher als im Vorjahr.

Im neuen Jahr steht bei der STIB die Elektrifizierung der Busflotte im Mittelpunkt. Der erste elektrische Gelenkbus vom Typ eCitaro wird in den nächsten Wochen auf der Linie 53 in Betrieb genommen. Insgesamt sollen 70 Gelenkbusse und 36 Standardbusse Diesel-Fahrzeuge der älteren Euro-5-Norm ersetzen, die seit 2008 im Einsatz sind.

Die Elektrifizierung umfasst jedoch weit mehr als nur neue Busse. So werden Depots angepasst, 500 Mitarbeitende geschult und Ladeinfrastruktur an Endhaltestellen installiert. Bereits jetzt gibt es Ladestationen an drei Standorten: Porte de Namur (Linie 64), im Depot Haren (Linie 64) und im Depot Marly (Linie 53). Weitere Standorte folgen 2025 und 2026, unter anderem am Westland Shopping und an der Gare Centrale.

Mehr Komfort für Fahrgäste: Neue Trams und moderne Metros

Auch bei den Straßenbahnen investiert die STIB in die Zukunft. Neue Fahrzeuge der neuesten Generation, barrierefrei und für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich, ergänzen die 20 bereits eingesetzten Exemplare.

Für die Metro ist eine umfangreiche Modernisierung der Signaltechnik geplant. Dies soll nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch die Taktzeiten verbessern. Auf der Linie 5 zwischen Erasmus und Gare de l’Ouest ist die Installation bereits abgeschlossen, auf anderen Streckenabschnitten laufen die Arbeiten. Die Frequenzen sollen dadurch gesteigert werden, was vor allem während der Stoßzeiten eine Entlastung bringt.

Herausforderungen durch politische Unsicherheiten

Trotz dieser Fortschritte steht die STIB vor politischen Hürden: Sie operiert aktuell ohne festgelegtes Jahresbudget, da in Brüssel sieben Monate nach den Regionalwahlen noch keine handlungsfähige Regionalregierung gebildet wurde. Das Budget läuft provisorisch monatlich weiter. STIB-CEO Brieuc de Meeûs erklärte jedoch, dass der Betrieb dank des bestehenden Dienstleistungsvertrags normal weiterlaufe.

Neben den baulichen und technischen Neuerungen arbeitet die STIB auch an digitalen Verbesserungen: Ende Januar wird eine barrierefreie Version der Unternehmenswebsite gelauncht. Zudem integriert die App „Floya“, die Mobilitätsangebote bündelt, im ersten Halbjahr 2025 das Fahrradverleihsystem Villo!.

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