Formel 1 gastiert in vier der nächsten sechs Jahre in Spa-Francorchamps

<p>Formel 1 in Spa-Francorchamps</p>
Formel 1 in Spa-Francorchamps | Foto: Getty Images/Formula 1

In diesem Jahr 2025 sollte die Formel 1 ohnehin in Spa-Francorchamps gastieren. Wie die Ausrichter am Mittwochmorgen mitteilen, steht der Große Preis von Belgien außerdem in den Jahren 2026, 2027, 2029 und 2031 im Kalender. Somit wird die Ardennen-Achterbahn in 2028 und 2030 nicht von der Formel 1 angesteuert.

Diese Entscheidung folgt auf umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur der Strecke, darunter Sicherheitsmaßnahmen und zwei neue Tribünen, die die Kapazität um 10.000 Plätze erhöhen, sowie Verbesserungen des Unterhaltungsprogramms und des Fanerlebnisses, wie es in der Pressemitteilung heißt.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Diskussionen über die Fortführung des Vertrags zwischen der Rennstrecke und der Formel 1. Grund waren die vergleichsweise geringen Antrittsgebühren, die von der Strecke an die Formel 1 gezahlt wurden und durch Gelder der Wallonischen Region subventioniert werden. Deshalb wurde ein rotierender Rennkalender diskutiert, der ab 2029 umgesetzt wird.

Stefano Domenicali, Präsident und CEO der Formel 1, erklärte: „Spa-Francorchamps gilt zu Recht sowohl bei Fahrern als auch bei Fans als eine der herausragendsten Rennstrecken weltweit. Über die Jahre hinweg hat die Formel 1 dort zahlreiche unvergessliche Augenblicke erlebt.“

Auch die regionale Politik und die Organisatoren begrüßen die Fortsetzung. Pierre-Yves Jeholet (MR), Vizepräsident der wallonischen Regierung, betonte die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Rennens für die Region: „Die Rennstrecke bietet der Region eine hochwertige Sportinfrastruktur und dank der Formel 1 steht Spa-Francorchamps und damit auch die Wallonie im Zentrum der Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit. Neben diesem internationalen Schaufenster ist die Veranstaltung von bedeutendem wirtschaftlichen Nutzen für die Wallonie und für Belgien.“

Kritiker bemängeln das Defizit, das der Große Preis von Belgien jedes Jahr verursacht und von der Wallonischen Region ausgeglichen wird. 2023 betrug es beispielsweise 3,2 Millionen Euro. Die wallonische Regierung betonte aber stets, dass die positiven wirtschaftlichen Auswirkungen deutlich überwiegen würden.

Melchior Wathelet, Präsident des Veranstalters Spa Grand Prix, und Vanessa Maes, Geschäftsführerin von Spa Grand Prix, hoben die Unterstützung der Fans und die Rolle der Regierung bei der Vertragsverlängerung hervor.

Für die Saison 2025 ist der Große Preis von Belgien für das Wochenende vom 25. bis 27. Juli angesetzt. Er wird erneut ein Sprint-Event beinhalten, um den Fans noch mehr Rennaction zu bieten.

Im Jahr 2024 zog der Große Preis von Belgien 380.000 Fans an, die ein spannendes Rennwochenende verfolgten, bei dem Lewis Hamilton seinen zweiten Saisonsieg und seinen fünften Triumph in Spa feiern konnte.

Der Circuit de Spa-Francorchamps, der 1921 eröffnet wurde, zählt zu den traditionsreichsten Rennstrecken der Formel 1 und war bereits Teil der ersten Weltmeisterschaft im Jahr 1950. Berühmt ist die Strecke für ihre Mischung aus schnellen Kurven und langen Geraden, darunter der ikonische Abschnitt Eau Rouge-Raidillon. (jj/ab)

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