[Video] Willkommen 2025: Wie Belgien und die Welt feiern

<p>Feuerwerk am Brüsseler Wahrzeichen Atomium</p>
Feuerwerk am Brüsseler Wahrzeichen Atomium | Foto: belga

Die Brüsseler Feuerwehr musste in der Nacht zum Mittwoch zu 25 Autobrandstiftungen ausrücken. „Bei einigen Einsätzen standen mehrere Fahrzeuge in Flammen“, erklärte Sprecher Walter Derieuw. Zwei Menschen wurden durch Feuerwerk verletzt. Auch drei E-Scooter oder Elektrofahrräder wurden angezündet. Darüber hinaus intervenierte die Feuerwehr 53 Mal bei kleineren Bränden, bei denen Müllsäcke, Container, Sträucher oder Bäume auf dem Gebiet der Hauptstadt in Brand gesteckt wurden.

<p>Neujahrsfeiern in Brüssel</p>
Neujahrsfeiern in Brüssel | Foto: belga

Zwischen 18 Uhr und Mitternacht wurden in Brüssel 64 Personen festgenommen. Erstmals fielen die verschiedenen Brüsseler Polizeizonen in der Silvesternacht unter ein einheitliches Kommando. Eine abschließende Bilanz der Nacht wurde erst später am Tag erwartet.

Dieses Video zeigt Jugendliche in der Brüsseler Gemeinde Jette

Parallel dazu wurden „alltägliche“ Einsätze – darunter Wohnungsbrände – abgearbeitet, und die Feuerwehr war beim offiziellen Feuerwerk am Atomium präsent. „Die Präsenz oder Unterstützung der Ordnungskräfte zum Schutz unserer Teams vor Ort war leider schon erforderlich und wird sehr geschätzt“, hieß es weiter.

In Antwerpen ruhiger als erwartet

Die Silvesternacht verlief in Antwerpen etwas ruhiger als in den vergangenen Jahren. „Die ersten Unruhen traten erst nach Mitternacht auf. Dabei ging es vor allem um Feuerwerkskörper, die auf der Straße abgefeuert wurden, und um kleinere Brandstiftungen“, so die Polizei. Insgesamt gab es 49 Festnahmen: 39 Verwaltungs- und 10 gerichtliche Festnahmen, darunter 28 Minderjährige. 60 Prozent der Jugendlichen mit Hausarrest hielten sich daran, teilte die Polizei mit. „Für die anderen werden entsprechende Maßnahmen ergriffen.“ Die „Responsible Young Drivers“ haben in der Silvesternacht fast 60 Feiernde in Flandern sicher nach Hause gebracht. Diese Zahl lag aufgrund eines technischen Problems fast um die Hälfte niedriger als im Vorjahr, wie die Organisation mitteilt. „Wegen eines technischen Problems bei eingehenden Anrufen konnten wir weniger Einsätze durchführen als in den vergangenen Jahren“, heißt es in einer Pressemitteilung. Zum Jahreswechsel 2023/2024 waren noch fast 110 Feiernde nach Hause gebracht worden.

<p>Zum Jahreswechsel wird vor dem Brandenburger Tor in Berlin ein riesiges Feuerwerk abgefeuert.</p>
Zum Jahreswechsel wird vor dem Brandenburger Tor in Berlin ein riesiges Feuerwerk abgefeuert. | Foto: Joerg Carstensen/dpa

Deutschland ist derweil mit farbenprächtigen Feuerwerken und ausgelassenen Partys ins neue Jahr 2025 gestartet. Die Feierlichkeiten wurden allerdings überschattet von mehreren Zwischenfällen mit Feuerwerk und Böllern. Mindestens fünf Menschen starben, viele weitere wurden verletzt. Es gab abermals Angriffe auf Einsatzkräfte. Größere Zwischenfälle sind laut einer ersten Bilanz der Polizei aber nicht bekannt geworden. Allein in Berlin nahm die Polizei nach eigenen Angaben 330 Menschen fest.

Laut erster vorläufiger Bilanz vom frühen Morgen wurden 13 Polizisten verletzt, davon einer schwer. Er sei mutmaßlich von einem illegalen Feuerwerkskörper getroffen worden und musste noch in der Nacht am Bein operiert werden. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sowie Rettungskräfte seien beschossen worden. In mehreren Städten und Gemeinden rückte die Feuerwehr aus, um Brände zu löschen. Häuser, Garagen, Schuppen, Autos und Müllcontainer standen in Flammen. Auch Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Ein ganz anderes Problem hatten viele Berliner. Ausgerechnet am Silvesterabend fiel in Teilen der Stadt wegen eines Rohrbruchs die Wasserversorgung aus.

Sturm wirkt sich auf Feierlichkeiten aus

Mancherorts fiel der Jahreswechsel wetterbedingt ruhiger aus als geplant. Im Norden Europas wird der Neujahrstag für viele stürmisch. In Großbritannien mussten gleich an mehreren Orten Feuerwerk und Feiern ausfallen. Beim traditionellen Hogmanay-Festival in der schottischen Hauptstadt Edinburgh waren wegen stürmischen Wetters alle Veranstaltungen im Freien und das Feuerwerk am Edinburgh Castle abgesagt worden.

<p>Ein Feuerwerk erhellt den Himmel über dem Elizabeth Tower, auch bekannt als Big Ben, und dem London Eye im Zentrum Londons während der Neujahrsfeierlichkeiten.</p>
Ein Feuerwerk erhellt den Himmel über dem Elizabeth Tower, auch bekannt als Big Ben, und dem London Eye im Zentrum Londons während der Neujahrsfeierlichkeiten. | Foto: James Manning/PA Wire/dpa

Im australischen Sydney war das große Feuerwerk diesmal besonders gigantisch. Rund neun Tonnen Pyrotechnik erleuchteten den Himmel über dem Hafenviertel. Die Feuerwerkskörper wurden an 264 verschiedenen Punkten gezündet, deutlich mehr als in den vergangenen Jahren.

<p>Feiernde auf dem New Yorker Times Square während der Silvesterfeier</p>
Feiernde auf dem New Yorker Times Square während der Silvesterfeier | Foto: Stefan Jeremiah/AP/dpa

Aufsehenerregende Lichtershows oder traditionelle Veranstaltungen gab es in vielen asiatischen Metropolen, etwa in Tokio, Hongkong, Taipeh, Singapur, Kuala Lumpur, Bangkok und Jakarta. In London feierten zum Glockenschlag von Big Ben und einem spektakulären Feuerwerk am Riesenrad London Eye etwa 100.000 Menschen den Jahreswechsel.

<p>Während der Silvesterfeierlichkeiten ist ein Feuerwerk über dem Opernhaus und der Harbour Bridge zu sehen.</p>
Während der Silvesterfeierlichkeiten ist ein Feuerwerk über dem Opernhaus und der Harbour Bridge zu sehen. | Foto: Bianca De Marchi/AAP/dpa

26 Stunden bis ganzer Globus ins neue Jahr gerutscht ist

Als Erste weltweit begrüßten schon um 11.00 Uhr MEZ die etwa 7.300 Einwohner des zum Inselstaat Kiribati gehörenden Atolls Kiritimati das Jahr 2025. Eine Stunde danach feierten dann Neuseeland sowie die beiden Inselstaaten Samoa und Tonga den Jahreswechsel.

Amerikanisch-Samoa, das nur 220 Kilometer östlich von Samoa auf der anderen Seite der internationalen Datumsgrenze liegt, ist das letzte Land, das 2025 einläutet. In Mitteleuropa ist dann schon 12 Uhr mittags am 1. Januar und es geht das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker über die Bühne. Um 13.00 Uhr MEZ am 1. Januar folgen dann nur noch zwei unbewohnte Inseln. (belga/dpa/sc)

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