Zu Weihnachten gibt's eine Krise: AS Eupen verliert auch gegen Lüttich

<p>Zu Weihnachten gibt's eine Krise: AS Eupen verliert auch gegen Lüttich</p>
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Welche Folgen die Niederlage gegen den RFC Lüttich in der Tabelle hat, zeigt sich im Laufe des Wochenendes. Im schlechtesten Fall rutschen die heimschwachen „Pandas“ (nur ein Sieg aus sieben Spielen) tiefer in Richtung Keller ab.

Nach der bereits achten Niederlage im 15. Spiel unter Trainer Selimbegovic verabschiedet sich Eupen nun in die Winterpause. Am 10. Januar steigen die „Pandas“ auswärts gegen Lokeren-Temse wieder in die Meisterschaft ein.

AS Eupen 0:1 RFC Lüttich

Im Vergleich zum schwachen Auftritt gegen Francs Borains baute AS-Trainer Mersad Selimbegovic seine Mannschaft auf zwei Positionen um: Für Baiye und Dalla Costa rückten Pantovic und Keita in die Eupener Startelf.

Gegen den RFC Lüttich erwischte die AS Eupen vor 2.200 Zuschauern einen Fehlstart: Schon nach drei Minuten brachte Cascio die mit 13 Punkten an den Kehrweg gereisten Lütticher in Führung. Zuvor war die gesamte Hintermannschaft der Ostbelgier mit nur einem langen Pass in die Spitze ausgehebelt worden. Der Matchplan der AS und des nach nur einem Sieg aus sieben Spielen doch unter Druck stehenden Trainer Mersard Selimbegovic war somit reif für die Tonne – und eine echte Reaktion von Eupen blieb zunächst aus.

<p>Lüttich ging bereits in der 3. Minute in Führung.</p>
Lüttich ging bereits in der 3. Minute in Führung. | Foto: belga

Immer wieder machten sich die „Pandas“ das Leben mit Fehlpässen und viel Stückwerk in ihrem Spiel selbst schwer. Nach einer knappen Viertelstunde gab Eupen dann doch endlich ein (kleines) Lebenszeichen ab, als eine Hereingabe von Alloh im Strafraum im letzten Moment zur Ecke geklärt wurde. À propos Ecke: Bei Standardsituationen war die AS auch am Samstagnachmittag harmlos – bei kaum einem ruhenden Ball wurden die Schwarz-Weißen gefährlich.

Während der RFC Lüttich nach seinem frühen Führungstreffer bis zur Pause keine Gelegenheit mehr hatte, rannte Eupen immer wieder und zunächst ohne Wirkung an.

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Die erste Großchance erspielten sich die Ostbelgier in der 39. Minute: Nachdem zunächst ein Kopfball von Niang abgeblockt wurde, kam Déom mit etwas Glück an den Ball und auch zum Schuss. Lejoly lenkte die Kugel über die Latte und verhinderte so den 1:1-Ausgleich. Bis zum Pausenpfiff zeigte sich ein insgesamt erneut nicht überzeugendes Eupen durch Kennedy und Pantovic (45.).

Zum zweiten Durchgang reagierte Selimbegovic mit zwei Wechseln: Pantovic und Niang wurden durch Emond und Caliskan ersetzt. Nach nur 50 Sekunden folgte der erste Aufreger: Charles-Cook kam im Strafraum zu Fall. Eupen forderte vehement, allerdings ohne Erfolg einen Elfmeter. Wenig später sorgten Gedikli (49.) und der eingewechselte Emond (50.) für Torgefahr – die AS kam besser aus der Kabine.

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Der zügige und wichtige Ausgleichstreffer ließ jedoch weiter auf sich warten, auch nach einer Stunde lief Eupen einem Rückstand hinterher. Und daran änderte sich auch im weiteren Verlauf der zweiten 45 Minuten nichts: Die AS hatte zwar mehr Ballbesitz und mehr vom Spiel – aber keinerlei zündenden Ideen. Mit noch zehn Minuten auf der Uhr kam Möhwald für Keita auf den Platz, ehe auch Gorenc und Malhage folgten.

In der 89. Minute hatte Gedikli plötzlich die Riesenchance zum 1:1-Ausgleich, der Angreifer scheiterte jedoch am gut aufgelegten Schlussmann der Gäste. Praktisch im Gegenzug verhinderte AS-Torwart Renner doppelt den zweiten Gegentreffer. Zum Ende der Nachspielzeit (sechs Minuten) gerieten die Spieler auf dem Platz mehrfach aneinander. Die Emotionen kochten sowohl auf als auch neben dem Platz hoch, AS-Spieler Möhwald flog sogar vom Platz. Der Ausgleichstreffer sollte in immens hektischen Schlussminuten nicht mehr fallen, es blieb beim 0:1.

Namen & Fakten

AS Eupen: Renner - Alloh (85. Gorenc), Kennedy, Paeshuyse, Van Genechten - Keita (80. Möhwald), Pantovic (46. Emond), Déom (85. Malhage), Niang (46. Caliskan) - Gedikli, Charles-Cook

Tor: 0:1 Atteri (3.)

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