Putins Netzwerk?

Bei der Lektüre überkommen mich Zweifel an der Rechtschaffenheit des Autors. Aha! „Im Donbass mehren sich die Zeichen auf einen baldigen Waffenstillstand, zuletzt genährt bei einem Treffen Trumps, Selenskyis und Macrons...“. Es sind also diese drei, die den Waffenstillstand herbeiführen müssen, so resümiere ich. Weiter dann in Richtung Syrien: „Der plötzliche Sturz des syrischen Diktators Bashar al-Assad versetzt Syrien zuerst einmal in einen Freudentaumel: Das verhasste Baath-Schreckensregime ist Geschichte.“

Wer sich nun fragt, worauf ich raus will, lese bitte selber einmal den Artikel. Fällt Ihnen etwas auf? Genau: in der gesamten Wochenbuch-Episode fällt in keinem einzigen Wort der Name „Putin“! Ist es nicht Putin, der den gottverdammten Krieg gegen die Ukraine losgebrochen hat? Ist es nicht Putin, der seit 2011 den Schlächter seines eigenen Volkes, Assad, massiv unterstützt und an der Macht gehalten hat?

Ist es jetzt nicht der gleiche Putin, der seit Sonntag dem verhassten Schreckensregime und dem Verbrecher Assad Unterschlupf gewährt? Stattdessen beklagt Herr Schröder, dass das Land (Syrien) völkerrechtswidrig von Israel und der Türkei zerbombt worden sei und werde. Wieder mal keine Rede von Putin. Spätestens an dieser Stelle drängt sich bei mir die Frage auf: kann es sein, dass der ehemalige GE-Chefredakteur Putin nicht erwähnt, weil er aus irgendeiner Kreml-Kasse dafür entlohnt wird, Putins Russland in ein gutes Licht zu stellen? Wie komme ich denn auf eine solch abstruse Idee? Um das zu verstehen, empfehle ich jedem Interessenten die zweiteilige Arte - Reportage „Putins Netzwerk in Europa“, Teil 1und 2. Zu sehen vergangenen Dienstag im Themenabend auf Arte und jederzeit in der Arte - Mediathek abrufbar. https://www.arte.tv/de/videos/122846-000-A/putins-netzwerk-in-europa-1-2/

Leider keine Fiktion, sondern traurige Wahrheit. Den Grenzecho-Verantwortlichen möchte ich hiermit ans Herz legen nachzuforschen, ob sich mein Verdacht bestätigt.

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