Dann wurde unsere Heimat auch noch Schauplatz einer der erbittertsten Schlachten an der „Westfront“. Nur noch wenige Zeitzeugen können berichten.
Syrien, Gaza, Donbass – globale Kriegsschauplätze
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Kommentare
Das Bonmot von Historiker Karl Schlögel, nachdem die größte Waffe der blutrünstigen Diktatur Russland nicht ihre Atombombe sondern die Angst in der freien Welt davor ist, kann hier nur voll und ganz unterschrieben werden; die mitunter pro-russisch anmutenden Ausgüsse des GE-Gastkommentators Schröder mögen hierzu beitragen, können aber auch schlicht als solche entlarvt werden.
Die Einleitung der heutigen Episode des Oswald’schen Wochenbuchs ist ja noch mit bescheidener Selbstkritik eingefärbt, so hoffe ich zumindest bei der Anmerkung, dass das gemütliche Sofa eben kein Schützengraben und auch kein feuchtkalter Luftschutzkeller sei.
Andernfalls liest es sich ja beinah, als wenn er, der Autor, in selbigen hat kämpfen und ausharren müssen und er wohl (fast) als Einziger die Erinnerung daran hoch hält.
An dieser Stelle möchte ich eine Lanze brechen für alle engagierten Ehrenamtlichen, Historiker, Künstler und Journalisten, die ständig, und nun anlässlich des achtzigsten Jahrestags des Losbrechens der Ardennenoffensive im Besonderen, nicht nachlassen, an die Schrecken und die Sinnlosigkeit jedes Krieges zu erinnern.
Bei der weiteren Lektüre des heutigen Artikels überkommen mich dann Zeile für Zeile Zweifel an der Rechtschaffenheit des Autors.
Aha! »Im Donbass mehren sich die Zeichen auf einen baldigen Waffenstillstand, zuletzt genährt bei einem Treffen Trumps, Selenskyis und Macrons...« Es sind also diese drei, die den Waffenstillstand herbeiführen müssen, so resümiere ich.
Weiter dann in Richtung Syrien: »Der plötzliche Sturz des syrischen Diktators Bashar al-Assad versetzt Syrien zuerst einmal in einen Freudentaumel: Das verhasste Baath-Schreckensregime ist Geschichte. Und das ist gut.«
Und weiter ist die Rede von den »Von uns wieder einmal im Stich gelassene(n) Kurden«.
Wer sich nun fragt, worauf ich raus will, lese bitte den Artikel nochmal aufmerksam. Fällt Ihnen etwas auf? Genau: in der gesamten Wochenbuch-Episode fällt in keinem einzigen Wort der Name »Putin«!
Richtig, der hat ja mit alledem nichts »am Hut«, gell?
Ist es nicht Putin, der den gottverdammten Krieg gegen die Ukraine losgebrochen hat? Ist es nicht Putin, der seit 2011 den Schlächter seines eigenen Volkes, Assad, massiv unterstützt und an der Macht gehalten hat? Ist es jetzt nicht der gleiche Putin, der seit Sonntag dem verhassten Schreckensregime und dem Verbrecher Assad Unterschlupf gewährt? Und wer hat denn in unvergleichbarer Brutalität im Schulterschluss mit Diktator-Freund Assad die Kurden bombardiert, und nicht nur die Kurden, sondern das gesamte syrische Volk, Herr Schröder?
Stattdessen beklagt Herr Schröder, dass das Land (Syrien) völkerrechtswidrig von Israel und der Türkei zerbombt worden sei und werde. Das stimmt! Aber: wieder mal kein Sterbenswörtchen zu Putin, auch nicht beim Thema Bomben auf Syrien.... Wieso eigentlich?
Spätestens an dieser Stelle drängt sich bei mir die Frage auf: kann es sein, dass der ehemalige GE-Chefredakteur und jetzige Wochenbuch-Kolumnist Putin nicht erwähnt, weil er aus irgendeiner Kreml-Kasse dafür entlohnt wird, Russland und seinen obersten Verbrecher in ein gutes Licht zu stellen? Oder zumindest immer nur die anderen für die Schrecken dieser Welt verantwortlich zu machen, allen voran die Europäer auf ihrem »gemütlichen Sofa«?
Wie komme ich denn auf eine solch abstruse Idee?
Um das zu verstehen, empfehle ich jedem Interessenten die zweiteilige Arte - Reportage »Putins Netzwerk in Europa«, Teil 1 »Naives Europa«, Teil 2 »Der Informationskrieg«. Diese Doku lief vergangenen Dienstag im Themenabend auf Arte und ist jederzeit in der Arte - Mediathek abrufbar. https://www.arte.tv/de/videos/122846-000-A/putins-netzwerk-in-europa-1-2/
Spannender als jeder Krimi. Aber leider keine Fiktion, sondern traurige Wahrheit.
Den Grenzecho-Verantwortlichen möchte ich hiermit ans Herz legen nachzuforschen, ob sich mein Verdacht bestätigt. Dann nämlich sollten Sie die Honorarzahlung an Herrn Schröder für seine wöchentlichen, offenkundig Putin-freundlichen Kommentare bitte einstellen. Er sollte ja für das Gleiche nicht doppelt entlohnt werden, was meinen Sie?
Im Zusammenhang mit gerade diesem Kommentar zu mutmaßen, der GE-Wochenbuchautor stehe auf der Gehaltsliste des Putin-Regimes will mir nicht so recht einleuchten, Herr Velz. Da gab es in den vergangenen Monaten/Jahren tatsächlich ganz andere Gelegenheiten zu hinterfragen, welche Agenda O. Schröder verfolgt, wenn er wiederholt Fleißkärtchen an illiberale politische Führer und Autokraten verteilte und im gleichen Handstreich, demokratische europäische Errungenschaften und EU-Institutionen durch den schröderschen Kakao zog.
Der verlinkte Arte-Beitrag kommt zu dem Schluss, dass Putins Kriegsführung gegen den Westen zwar in der Ukraine mit blutigem Bombenterror “gestaltet” wird, er mit gezielter Unterwanderung demokratischer Prozesse u.a. in den USA, West- und Osteuropa, die Destabilisierung und letztlich Implosion westlicher Demokratien zum Ziel hat.
Ein Werkzeug hierfür sei es, u.a. westliche Journalisten „anzuheuern“, um die russische Propaganda zu verbreiten (siehe u.a. Tucker Carlson, AdK), Politik, Politiker und Institutionen bei uns in ein schlechtes Licht zu rücken und antidemokratischen Kräften Aufwind zu geben. Spätestens hier ist es legitim, stutzig zu werden und Parallelen zu hinterfragen.
Angesichts des Erstarkens putinfreundlicher politischer Kräfte auf der europäischen politischen Bühne, scheint die hybride Kriegsführung des skrupellosen Mordauftraggebers und Kriegsverbrechers tatsächlich Früchte zu tragen. Auch die Nähe der AfD und des BSW im Nachbarland zum Putin-Regime ist mittlerweile dokumentiert und entspringt nicht der Fantasie… rechtschaffener Journalisten oder politischer Gegner.
Wer es sich antun möchte/kann, in die Abgründe eines ostbelgischen Querdenkerforums zu schauen, wird mit einer wahren russischen Troll-Armee - angeführt von einem verurteilten Corona-Leugner - konfrontiert. Das Ganze rührig beschützt vom Foren-Zensor, der bei jeder Kritik an seiner medialen „Missgeburt”, die Schere zückt. Von wegen Plattform der Meinungsfreiheit…
Nun könnte man mutmaßen, auch dort seien von Russland besoldete Agitateure oder zumindest Kreml-Bots unterwegs. Eine Vorstellung, die bei der Penetranz, Kreml-Propaganda zu verbreiten, nicht völlig abwegig erscheint.
Wenn die russische Anheuerung von politischen oder journalistischen Handlangern im Westen auch Realität ist, handelt es sich bei der Mehrzahl dieser Aktivisten m.E. doch wohl eher um… nützliche Idioten, die einfach nicht verstehen, dass sie willfährig Putins kriminelles und imperiales Ziel unterstützen und den demokratischen Ast absägen, auf dem sie sitzen und auf dem es sich jahrzehntelang wohlig leben ließ; sei es im für manch stolze russische Seele abstoßend provinziellen Ostbelgien oder am vergoldeten Tegernsee, an dem es sich jetzt nicht nur Fußballmillionäre und solvente Patentamtfunktionäre, sondern einst (?) auch… russische Oligarchen gut gehen ließen.
„L’eusse-tu cru?“
Bei der Diskussion hier sind wir doch alle von der Wirklichkeit überholt worden, konnte man heute auf ZON diese sensationelle Nachricht lesen:
"AfD-Chef Tino Chrupalla hat Russland zum Sieger im Ukrainekrieg erklärt."
Aber allem Anschein nach hat Selenskyij das nur noch nicht mitbekommen, denn gerade erst fliegt ein russischer General in Moskau (!) bei einem Sprengstoffanschlag in die Luft.
Dazu die Frankfurter Rundschau:
"Berlin – Führende AfD-Politiker haben sich am Wochenende für eine Distanzierung Deutschlands von den USA und eine Annäherung an Russland positioniert. Am Sonntag (15. Dezember) bekannte AfD-Bundesparteichef Tino Chrupalla, dass Russland den Ukraine-Krieg gewonnen habe und Deutschland aus der Nato aussteigen solle, wenn das Bündnis nicht willens sei, Russlands Interessen zu akzeptieren.
Der Thüringer Landeschef Björn Höcke forderte auf dem Landesparteitag am Samstag (14. Dezember) ein Wirtschaftsbündnis mit Russland."
Das nennt man dann wohl bedingungslose Kapitulation.
Und wie sehen die Russen das?
ZON:
"Alles, was hinter den von Russland geforderten Bedingungen zurückbleibe, sei nicht akzeptabel, teilte zuletzt die russische UN-Botschaft dazu mit. Dazu gehört die Abgabe weiterer großer ukrainischer Gebiete, eine Demilitarisierung des Landes und ein Verzicht der Ukraine auf eine Nato-Mitgliedschaft."
Totale Kapitulation also. Die Ukraine, ein Vasallenstaat Moskaus.
Immerhin herrscht jetzt Klarheit. Auch für Herrn Schröder?
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