Mit seiner Zustimmung hat der deutsche Bundesrat am 22. November die Weichen für die Transformation der deutschen Krankenhauslandschaft mit dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) gestellt. Ziel der Krankenhausreform sei es, die Behandlungsqualität in Kliniken zu verbessern und die flächendeckende medizinische Versorgung für Patienten zu stärken. Als eine von 36 Universitätsklinika werde die Uniklinik RWTH Aachen mit ihren Systemaufgaben den Wandel mit allen Kräften maßgeblich mitgestalten. Mit ihrer Kompetenz, Leistungsfähigkeit und Innovationskraft trage sie dazu bei, in Zukunft gemeinsam in Netzwerken mit anderen Krankenhäusern eine qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten.
Zukunftsfähige Medizin für eine hochwertige Patientenversorgung.
Um sich ein Bild von dieser wichtigen Netzwerkarbeit zu machen und sich über zukünftige krankenhauspolitische Themen auszutauschen, hat der Minister das Klinikum besucht und somit einen Eindruck von den Systemaufgaben des Haues gewonnen. Ein thematischer Schwerpunkt des Besuchs sei die molekulare Präzisionsmedizin und ihre Organisation im Verband des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) – Aachen-Bonn-Köln-Düsseldorf gewesen. Im Rahmen dessen besichtigte der zuständige Minister auch die Biomaterialbank des Instituts für Pathologie. Die Koordinierungsaufgaben der Universitätsmedizin wurden zudem am Beispiel des Traumanetzwerks Aachen dargestellt und von einem Besuch in einer Zweigstelle des Telemedizinzentrums und der Demonstration einer Televisite abgerundet.
„Unikliniken sind die zentralen Stützen der Krankenhausversorgung in Deutschland. Hier werden die schwierigsten Fälle erforscht und behandelt. Das war schon so, als ich selbst in dieser Klinik Medizin studiert habe. Die Aachener Uniklinik unterstützt zusätzlich die Krankenhäuser in der Umgebung. Damit wird auch eine Krebsversorgung auf Top-Niveau in den umliegenden Krankenhäusern möglich. Die Krankenhausreform fördert diese Art der Koordinierung und Spezialisierung. Jede Klinik soll in Zukunft nur das machen, was sie am besten kann“, betont Karl Lauterbach.
Thomas H. Ittel, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik, begrüßte den Besuch des Ministers: „Um einen Wandel der deutschen Krankenhauslandschaft herbeizuführen und die Patientenversorgung nachhaltig zu verbessern, braucht es starke, abgestufte Versorgungsstrukturen und die Innovation der Universitätsklinika. Wir freuen uns sehr, dass sich Professor Lauterbach mit seinem Besuch persönlich von unseren Potenzialen überzeugt hat.“ (red/nc)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren