Papst Franziskus hat im Vatikan 21 neue Kardinäle ernannt. Das Oberhaupt der katholischen Kirche setzte den neuen Kardinälen bei der Zeremonie, dem sogenannten Konsistorium, im Petersdom persönlich die purpurrote Kappe auf. Die Ernennung neuer Kardinäle gilt als richtungsweisend für die Ausrichtung der Kirche mit ihren etwa 1,4 Milliarden Mitgliedern weltweit. Mit der Berufung neuer Kardinäle kann Franziskus großen Einfluss auf die Wahl seines Nachfolgers nehmen. 20 der 21 neuen Kardinäle sind unter 80 Jahre alt und wären somit bei einem möglichen Konklave, also der Papst-Wahl, wahlberechtigt. Laut Statistik des Vatikans sind damit 110 von insgesamt 140 wahlberechtigten Kardinälen in Franziskus' Amtszeit bestimmt worden.
Die meisten der nun ernannten Kardinäle kommen aus Europa. Dennoch hat sich Franziskus auch dieses Mal wieder für Kirchenmänner aus diversen nichteuropäischen Ländern entschieden, etwa aus Japan, dem Iran und Algerien. Der jüngste neu ernannte Kardinal ist mit 44 Jahren der für die in Melbourne in Australien lebenden Exil-Ukrainer zuständige Bischof Mykola Bychok. Der älteste ist mit 99 Jahren der pensionierte Vatikandiplomat Angelo Acerbi. (dpa/sc)

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