Wie die Polizei berichtet, beteiligten sich der Versammlung mit dem Thema "Gegenhalten - Zusammen gegen Faschismus“ rund 1.700 Personen. Nach der Auftaktkundgebung auf dem Bahnhofplatz verlief ein Demonstrationszug durch die Stadt bis zum Theaterplatz. Dort fand die Auftaktkundgebung der zweiten Versammlung "Für eine offene Gesellschaft - Gegen Hetze und Ausgrenzung" des Bündnisses "Wir sind Aachen" mit rund 500 Teilnehmern statt. Der Zusammenschluss der beiden Proteste bildete einen großen Demonstrationszug bis kurz vor das Eurogress.
Unter den Demonstrierenden befanden sich etwa 130 Personen, die der Antifa-Szene zugeordnet wurden. Sperrgitter stellten eine räumliche Trennung von Abschlusskundgebung und dem Einlassbereich des Eurogress dar. An Durchlassstellen konnten berechtigte Personen das Eurogress erreichen - so z.B. ca. 200 Personen, die im "Großen Saal" des Eurogress eine Generalprobe des Sinfonieorchesters Aachen unter Beteiligung von drei Chören durchführten.
Während der Abschluss-Kundgebung wurde aus einem Obergeschoss des Eurogress von mehreren vermummten Personen ein großes Protest-Banner der Antifa herabgelassen. Die Ermittlungen wegen Hausfriedensbruch wurden aufgenommen. Das Banner wurde von der Polizei als Beweismittel sichergestellt. 40 bis 50 Personen der Antifa-Szene versuchten an einer Durchlassstelle der Polizei an den Eingangsbereich des Eurogress zu gelangen. Dies konnte jedoch von den Beamten verhindert werden.
Einsatzkräfte wurden aus der Menge der Protestierenden mit Schneebällen beworfen. Eine Polizeibeamtin wurde im Gesicht getroffen und dabei am Auge verletzt. Auch hier wurden Ermittlungen aufgenommen. Der weitaus größte Teil der Teilnehmer übte das Recht auf Versammlungsfreiheit friedlich aus, so die Polizei. Durch die Demonstrationszüge kam es zu teilweise erheblichen Verkehrsstörungen im Bereich der Aachener Innenstadt. (red/ag)

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