Rallye-Finale in Japan: Fourmaux siegt zum Auftakt – Neuville startet zurückhaltend

<p>Thierry Neuville in Japan in Aktion</p>
Thierry Neuville in Japan in Aktion | Foto: Photo News

Mit einer Zeit von 1:26,6 Minuten ließ der Franzose die Konkurrenz hinter sich und setzte sich knapp gegen den Esten Ott Tänak (Hyundai) durch, der nur fünf Zehntelsekunden langsamer war. Tänak hatte zuvor bereits im Shakedown die Bestzeit markiert und zählt ebenfalls zu den Anwärtern auf den Tagessieg.

Thierry Neuville aus St.Vith, der um seinen ersten Weltmeistertitel kämpft, belegte mit einer Zeit von 1:28,8 Minuten den fünften Platz. Der Ostbelgier teilte sich diesen Rang mit Rallye-Legende Sébastien Loeb (Toyota). „Wir zählen die Prüfungen herunter, das ist klar“, erklärte der Hyundai-Pilot im Gespräch mit den Veranstaltern. „Die wichtigsten Etappen kommen noch. Wir bleiben konzentriert und wissen, was auf dem Spiel steht – sowohl der Titel bei den Fahrern als auch der Konstrukteurstitel.“

<p>Adrien Fourmaux legte beim Auftakt der Rallye die 2,15 Kilometeram schnellsten zurück.</p>
Adrien Fourmaux legte beim Auftakt der Rallye die 2,15 Kilometeram schnellsten zurück. | Foto: Photo News

In der Gesamtwertung führt Neuville das Feld aktuell an. Mit einem Vorsprung von 25 Punkten auf seinen Teamkollegen Ott Tänak kann er sich in Japan zum ersten belgischen Rallye-Weltmeister krönen. Doch die Konkurrenz schläft nicht: Takamoto Katsuta und Elfyn Evans (beide Toyota) belegten bei dem Shakedown mit Rückständen von 0,8 bzw. 0,9 Sekunden die Plätze drei und vier. Der Luxemburger Grégoire Munster (Ford Puma) landete auf Platz sieben (+2,8 Sekunden).

Spannende Etappen stehen bevor

Am Freitagmorgen um 7:44 Uhr Ortszeit (Donnerstagabend 23:44 Uhr belgischer Zeit) stehen gleich acht Wertungsprüfungen auf dem Programm, gefolgt von sieben weiteren am Samstag und fünf am Sonntag. Das große Finale, die sogenannte Power Stage, wird am Sonntag um 14:15 Uhr Ortszeit (6:15 Uhr belgischer Zeit) gestartet. Insgesamt können die Fahrer in Japan maximal 30 Punkte sammeln, was den Druck auf die Führenden zusätzlich erhöht.

Für den 36-jährigen Neuville, der bereits fünfmal Vizeweltmeister wurde, geht es um alles. Sollte er den Titel gewinnen, würde er Rallye-Geschichte schreiben und sich endgültig einen Platz unter den großen Namen des Motorsports sichern. „Es wird ein anspruchsvolles Wochenende“, so Neuville weiter. „Jetzt geht es darum, konzentriert zu bleiben und die Aufgaben zu erledigen.“ (belga/calü)

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