Nach Verlust der Immunität: Guaidó gibt sich kämpferisch

<p>Jetzt droht ihm die Verhaftung und ein Prozess wegen Amtsanmaßung: Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Juan Guaidó (hier Anfang Februar während einer Kundgebung seiner Anhänger in Caracas).</p>
Jetzt droht ihm die Verhaftung und ein Prozess wegen Amtsanmaßung: Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Juan Guaidó (hier Anfang Februar während einer Kundgebung seiner Anhänger in Caracas). | Foto: dpa

Wenn die Regierung es wage, ihn zu entführen, werde eine „energische“ Reaktion folgen, schrieb Guaidó am Dienstagabend (Ortszeit) bei Twitter. Zuvor hatte die von den regierenden Sozialisten kontrollierte Verfassungsgebende Versammlung Guaidó die parlamentarische Immunität entzogen. Er müsse keinem Staatsorgan antworten, das nicht existiere, sagte Guaidó am Dienstag vor seinen Anhängern.

Guaidó liefert sich seit über zwei Monaten einen erbitterten Machtkampf mit dem umstrittenen sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro. Er hatte sich am 23. Januar zum Übergangspräsidenten erklärt und Maduro die Legitimation abgesprochen, weil dessen Wiederwahl im vergangenen Jahr nicht den demokratischen Mindeststandards entsprochen habe.

Der Vorsitzende des von der Opposition kontrollierten Parlaments fordert seitdem den Rücktritt Maduros, die Einsetzung einer Übergangsregierung und die Ausrufung von freien Wahlen. Maduro hat das Parlament längst entmachtet und dessen Kompetenzen auf die regierungstreue Verfassungsgebende Versammlung übertragen. Die Opposition erkennt wiederum dieses Gegenparlament nicht an. (dpa)

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