Lobende Worte von Donald Trump für ein Fotoalbum machen Großbritannien Hoffnung auf gute Beziehungen mit dem designierten US-Präsidenten. Königin Camilla sei „fantastisch“, schwärmt Trump in einem Video aus dem US-Wahlkampf. Ihr Ehemann König Charles III. sei „ein wirklich guter Mensch“ und die gestorbene Queen Elizabeth II. einfach „unglaublich“. Es ist diese Schwäche für das Königshaus, die London nutzen könnte, sind Experten überzeugt.
Zu sehen ist, wie Trump durch ein Bilderbuch mit Szenen seines Staatsbesuchs in London 2019 blättert. Erklärtermaßen ist der 78-Jährige ein Fan der königlichen Familie - und offensichtlich tief beeindruckt: „Sie sehen die schönsten Orte der Welt, es gibt keine vergleichbaren Orte.“ Für Evie Aspinall ist klar: „Donald Trump liebt Familie, er liebt den Pomp der Monarchie“, sagt die Direktorin der Denkfabrik British Foreign Policy Group dem britischen Portal „inews“.
Eigentlich stellt der sich anbahnende Wiedereinzug von Donald Trump ins Weiße Haus die sozialdemokratische Regierung von Premierminister Keir Starmer ebenso vor Probleme wie Deutschland und andere Staaten der westlichen Welt. Da sind die Handelszölle, die der Isolationist Trump einführen will. Da sind alte Aussagen von Regierungsmitgliedern: So verurteilte Außenminister David Lammy vor einigen Jahren Trump unter anderem als „notorischen Lügner und Betrüger“. Und das waren noch die eher harmlosen Begriffe.
Kurz vor der US-Präsidentschaftswahl wurde zudem bekannt, dass Mitarbeiter der Regierungspartei Labour als Berater für Trumps Konkurrentin Kamala Harris tätig waren.
Königshaus als „soft power“
Premier Starmer machte schnell gut Wetter und gehörte zu den ersten Gratulanten. Vor allem aber hat der Regierungschef ein Ass im Ärmel: Charles soll für die Briten zur Trump(f)-Karte werden. „Der König kann ein Teil des Arsenals sein, das Großbritannien nutzt“, sagt Craig Prescott von der Londoner Universität Royal Holloway. Seit Jahrzehnten diene das Königshaus als „soft power“, um andere Staatsoberhäupter zu beeindrucken und zu beeinflussen. Charles entscheidet dabei nicht selbst, wen er trifft. Das macht die Regierung.
In London wird bereits über einen zweiten Staatsbesuch Trumps spekuliert, um ihm noch einmal das volle Programm des royalen Prunk zu bieten. Das wäre beispiellos: Frühere US-Präsidenten wie George W. Bush oder Barack Obama wurden zwar nach ihrer Wiederwahl erneut von der Queen empfangen. Aber eben nicht zu einem formalen Staatsbesuch mit Bankett im Buckingham-Palast. Sondern etwas bescheidener, zum Lunch oder Tee auf Schloss Windsor.
Anreize für einen Handelsdeal?
Die Idee: Mit den richtigen Anreizen könnte zum Beispiel ein Handelsdeal mit Trump drin sein. „Bei Trump geht es um den persönlichen Faktor“, sagt Sam Lowe vom Beratungsunternehmen Flint Global dem Portal „Politico“. „Also: Was kann Großbritannien tun, damit sich Trump und sein Team im weiteren Sinne als etwas Besonderes fühlen?“
Viele Alternativen hat Großbritannien nicht. „Wir konnten ihn nur mit der Queen interessieren“, zitiert „Politico“ einen ehemaligen britischen Regierungsbeamten. „Es hatte keinen Sinn, ihm diese oder jene große Waffe zu zeigen, denn er hätte eine noch größere.“
Bei einem neuen Besuch im Königreich könnte Trump auch seine Golfplätze ansehen: Derzeit entsteht nahe der schottischen Nordseestadt Aberdeen ein zweiter Kurs. Von dort wäre es theoretisch nicht allzu weit zur königlichen Highland-Residenz Balmoral, wo Queen Elizabeth 2022 starb.
Doch allzu schnell dürfte es nicht gehen mit einem Staatsbesuch, denn die Vorbereitung benötigt viel Zeit, wie Außenminister Lammy der BBC sagte. Royals-Experte Prescott sieht eine zweite Möglichkeit für einen „Königsweg“: Charles und Camilla könnten ihrerseits in die USA reisen, sagt Prescott im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Die Monarchie sei dort sehr beliebt. Obwohl sie etwa bei Themen wie Naturschutz und Klima auseinander liegen, scheinen Trump und Charles sich zu verstehen. Die künftige First Lady Melania Trump berichtete in ihren Memoiren von einem regen Briefaustausch.
Zwar wird der 76 Jahre alte Monarch wegen einer Krebserkrankung behandelt. Dennoch wolle Charles im kommenden Jahr wieder mehr Fernreisen unternehmen, war jüngst aus dem Palast zu hören. Als ein Ziel gilt Kanada. Da lägen die USA ja geradezu auf dem Weg, meint Prescott.

Kommentare
Natürlich gefällt Trump die Monarchie. Er wäre wahrscheinlich selbst gerne King mit Musk nebenbei als Gaukler. Alleinherrschaften sind wieder auf dem Vormarsch. Demokratien sind viel zu kompliziert und beruhen auf zeitaufwändigen Diskussionen und Kompromissen...In schnelllebigen Zeiten ein No-Go.
Herr Ralf Zilles,
Trump war schon mal Präsident, hat er die Demokratie etwa abgeschafft?
Wenn Monarchien wirklich mal Autokratien waren, dann zur Zeit des Absolutismus. Anstatt Trump einen Hang zur Autokratie anzudichten (was er im US-System nie haben wird), sollten wir Europäer aufpassen, dass wir von EU-Seite nicht von einem bürokratischen Absolutismus unterworfen werden.
Viele US-Wähler haben Trump in letzter Minute gewählt, weil die einer krankhaften linken Woke-Kultur in Person von Kamala Harris die rote Karte zeigen wollten.
Die Sicht von G. Scholzen auf den verurteilten Straftäter Trump ist mindestens soweit von der Realität und letztlich auch der Wahrheit entfernt, wie seine krude wissenschaftsleugnende Sicht auf den anthropogenen Klimawandel.
Trump mag es in seiner ersten Amtszeit nicht geschafft haben, die Demokratie abzuschaffen, aber er hat sich “redlich” darum bemüht.
Als Trump am 6. Januar 2021 Trump seine blindwütigen Anhänger aufgewiegelt hat, sich gegen seine Wahlniederlage zu wehren und das Capitol zu stürmen, war Gegenpoler Scholzen offensichtlich damit beschäftigt darüber zu sinnieren, dass CO2 in der Atmosphäre keinen Einfluss auf die Erderwärmung haben kann…
Dass Trump das Ergebnis einer demokratischen Wahl und seine Niederlage bis heute nicht anerkennen will ist sicher auch ein Zeichen seiner demokratischen Gesinnung. Dass er die Amtsgeschäfte nicht geordnet an Joe Biden übergeben hat, nicht bei der Amtseinführung des gewählten Präsidenten anwesend war, sondern sich stattdessen mit Mobiliar des Weißen Hauses und Geheimunterlagen unter dem Arm nach Mar-a-Lago verp…sst hat, alles Zeichen von demokratischer Rechtschaffenheit eines… Dieners des Volkes.
Wer z.Z. nicht sieht oder sehen will, was Trump für seine 2. Amtszeit plant, mit wem er sich umgibt, wie er seine politischen Gegner bedroht, die Institutionen, die Justiz und die Medien in den USA diffamiert und auf Linie zu bringen gedenkt und wer letztlich die potentiellen Gefahren für Demokratie und Gesellschaft in den USA (und weit darüber hinaus) nicht erkennt, muss in einer von jeglichem gesunden Menschenverstand entleerten Blase leben.
Die unheilvolle Allianz zwischen den egomanen Narzissten Trump und Musk, also zwischen politischer und finanziell-wirtschaftlicher Macht sollte reichen, die Alarmglocken läuten zu lassen. Und was ist mit der Bewunderung Trumps für die Autokraten und Diktatoren auf diesem Planeten? Was sollte man von einem Präsidenten halten, der seinem Geheimdienst weniger Glauben schenkt als einem russischen Verbrecher, Mörder und Diktator? Trump, der lupenreine Demokrat!
Was den reaktionären Kampfbegriff „Woke“ betrifft (den die meisten republikanischen Wadenbeißer noch nicht einmal zu definieren imstande sind), so waren es nicht die Demokraten und Kamala Harris, die dies als Wahlkampfthema ausgeschlachtet haben, sondern das Trump-Lager zur Diffamierung ihres politischen Gegners und all jener, die sich jenseits ihrer (oft christlich-evangelikanischen) Normen bewegen. Ursprünglich und bevor der Begriff reaktionär vereinnahmt wurde, beschreibt der Begriff „Woke“ (aufgewacht, wach sein) ein „wachsames Bewusstsein für mangelnde soziale Gerechtigkeit, Sexismus und Rassismus“.
Dass G. Scholzen eine solche Haltung fremd ist, überrascht hingegen nicht.
Trumps Gebaren weist in der Tat faschistoide Züge auf. Dass er aber nicht nur von seinen fundamentalistischen Jüngern (weniger als 30% der US-Bürger) gewählt wurde, ist durchaus auch das Verdienst der "Demokraten" (Politiker und Medien), die zuließen, dass Trump in den USA (und die (extrem)Rechten in Europa) die "Verteidigung der Meinungsfreiheit" vereinnahmen konnten. Dabei haben die "Demokraten" die wahre Wissenschaft nur allzu oft auf dem Altar der Konsenswissenschaft geopfert. Und ja, wenn nur 2 von 100 Wissenschaftlern gegen den Strom schwimmen, sollten gerade diese zu Wort kommen. Denn wer sich in der Mehrheit wiegt, muss den wissenschaftlichen Widerspruch weniger fürchten und neigt demzufolge möglicherweise zu weniger Sorgfalt. Das gilt für Corona genau so wie für den Klimawandel.
Lassen wir Trump mal bei seiner Bewunderung für den Pomp um das britische Königshaus. Viel interessanter sind diese Behauptungen von Herrn Schmitz:
- „Dabei haben die ‚Demokraten‘ die wahre Wissenschaft nur allzu oft auf dem Altar der Konsenswissenschaft geopfert.“
„Demokraten“ zwischen Anführungszeichen? Also nur „sogenannte“ Demokraten? Wer genau "opfert" (?) da??
Die „wahre" Wissenschaft? Was ist das genau ? Wer bestimmt, was „wahre“ Wissenschaft ist? Die Herren Schmitz, Meyer und Scholzen?
Die „Konsenswissenschaft“ ist also keine „wahre“ Wissenschaft?
„Konsens“, also in ihrer (großen) Mehrheit übereinstimmende wissenschaftliche Erkenntnisse sind zwingend falsch?
Nun ist es erwiesen, dass sensationelle, im Gegensatz zum „Mainstream“ stehende Aussagen öfter zitiert werden als die weniger spektakulären.
So konnte der Marseiller Professor Didier Raoult sich doch wohl kaum um mangelnde Aufmerksamkeit in den Medien beklagen.
„Und ja, wenn nur 2 von 100 Wissenschaftlern gegen den Strom schwimmen, sollten gerade diese zu Wort kommen.“
Dazu ein Beispiel: Evolutionstheorie versus Kreationismus. Es finden sich bestimmt 2 Wissenschaftler, die behaupten, die Bibel lehre die wahre Schöpfungsgeschichte. In den USA gibt es sogar ein Museum dazu, das jährlich 300.000 Besucher anlockt.
Soll nun in unserem Schulen „gerade“ eine solche Theorie gelehrt werden? Oder sollen die beiden wenigstens als gleichwertig dargestellt werden, um dem Schüler die Auswahl zu überlassen? Oder soll nicht doch nur die „Konsenswissenschaft“ gelehrt werden?
Sollte wirklich als seriöse Erkenntnis gelehrt werden, ein Gott habe Adam aus Lehm geformt, nachdem er das Weltall mit seinen Milliarden von Sternen in sechs „Tagen“ erschaffen habe, nach „Himmel (?) und Erde“, entgegen jeder Logik: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.“
Im Internet gibt es viele Beiträge zu dem Grundproblem der „wahren“ Wissenschaft.
Einer davon auf Wikipedia: „Falsche Ausgewogenheit“
Herr Schleck,
Wenn jeder (insbesondere junge) Wissenschaftler, der dem Konsens widersprechende Bewertungen bzw. Erkenntnisse gewonnen hat, befürchten muss, sofort in einen Topf mit den "die Erde ist eine Scheibe" Befürwortern geworfen zu werden, wie Sie und der Autor des von Ihnen empfohlenen Wikipedia-Artikels es gleichermaßen tun, kann es nicht verwundern, dass 99% der wissenschaftlichen Autoren dem Konsens huldigen.
An Herrn Leonard,
Dass die US-Amerikaner eine sehr widerstandsfähige Demokratie haben, haben wir tatsächlich in dem Moment gesehen, als wir feststellten, dass eine Partei, die offensichtlich nicht die gewünschte Partei der amerikanischen Eliten war (um es höflich auszudrücken), nun die USA und die Amerikaner regieren wird. Es gab keine Debatte darüber, ob die Republikanische Partei verboten werden sollte, so wie jetzt in Deutschland darüber diskutiert wird, ob die AfD verboten werden sollte. Wir haben solche Situationen in Thüringen, in Frankreich oder seit längerem die FPÖ in Österreich,... Immer dann, wenn Parteien, die von den politisch-korrekten Eliten, aus welchen Gründen auch immer nicht anerkannt oder gewollt werden, eine Diskussion darûber, dass sie auf keinen Fall regieren dürfen, bis hin zu juristischen Schritten. Oder es kommt wie in Frankreich zur Bildung von Koalitionen, die nichts mit dem Wahlergebnis zu tun haben. das gleiche wie in Frankreich könnte auch demnächst in D'land passieren. Abwarten.
@Herr Schleck,
Konsens-Wissenschaft ist keine beweisbasierte Naturwissenschaft!
Ihr Beispiel mit dem Kreationismus ist fabelhaft und beschreibt die momentane Situation sehr gut. Würden wir Klimaskeptiker (also Klimarealisten) gegen die ideologisch agierenden Klimaalarmisten öffentlich antreten lassen, dann könnte jeder mal Fakten abwägen. Die empirische Basis, Rationalität und Falsifizierbarkeit bei den Thesen der CO2-Gurus hält sich doch sehr in Grenzen (um es höflich auszudrücken).
Naja, wenn Herr Scholzen kein Problem darin zu sehen scheint, dass gewisse Parteien, die scheinbar nur "nicht gewollt" sind, schlichtweg rechtsextrem (oder zumindest in Teilen, was schon schlimm genug ist) sind, dann wissen wir spätestens jetzt auch, 'wes Geistes Kind' Herr Scholzen ist...
...und womit sich jegliche weitere Auseinandersetzung mit seinen Dauerdiatriben erübrigen.
Der Herr Scholzen: "Konsens-Wissenschaft ist keine beweisbasierte Naturwissenschaft!" Die "alternative" Wissenschaft dann aber auch nicht. Oder doch? Obwohl die Gegenpoler immer so auftreten, als hätten sie die Weisheit für sich gepachtet, ohne jede Spur von Selbstkritik.
Übrigens verwechselt er "Falsifizierbarkeit" mit "Verifizierbarkeit"...
Dazu habe ich hier einen interessanten Artikel gefunden, der das Problem sehr allgemeinverständlich erklärt, trotz des seltsamen Verfassers (sumselkawumsel - Was ist ein wissenschaftlicher Beweis?) (s. auch "Stand der Wissenschaft" auf Wikipedia.
Ein Auszug:
"Beweise gibt es in der Mathematik und in der Logik. Dies sind geschlossene Systeme, welche ohne die Komplikationen der Wirklichkeit existieren, und innerhalb ihrer Systeme daher eine strenge Beweisführung ermöglichen."
"In den Naturwissenschaften ist der Beweis nicht möglich. Wissenschaftlich wird stattdessen das Konzept der besten verfügbaren Erklärung genutzt. Es gibt Belege, aber keine Beweise."
"Ein Indiz für einen ausgeprägten Stand der Wissenschaft, in welchem hochwertige Belege gefunden wurden, welche eine spezifische Regel untermauern, ist der wissenschaftliche Konsens. Das bedeutet, dass Wissenschaftler, die innerhalb des Fachgebietes Forschung betreiben, sich zunehmend einig sind, welche These die beste Erklärung für das Beobachtete darstellt.
Auch in solchen Fällen gibt es fast immer einzelne Wissenschaftler, die eine andere Auffassung vertreten. Dies ist ein natürlicher und erwünschter Bestandteil des wissenschaftlichen Arbeitens.
Der Stand der Wissenschaft bleibt jedoch die Regel, welche die verfügbaren Belege am besten erklärt, und das ist in den meisten Fällen die Regel, über die ein wissenschaftlicher Konsens besteht.
Der wissenschaftliche Beweis bleibt jedoch unmöglich.Deshalb gilt für jede wissenschaftliche Aussage, dass sie gilt, bis eine andere Aussage sie mit neuen Belegen ergänzt oder widerlegt."
Zu Herrn Schmitz: Leider beantwortet der er die ihm gestellten Fragen zur "wahren Wissenschaft" nicht, und wie er sich das vorstellt mit den 2 Wissenschaftlern, die "gerade" zu Wort kommen sollen. Also bevorzugt? 99% Zeit für die Kreationisten und 1% für die Evolutionisten im Biologieunterricht?
Entschuldigung wegen der Länge...
Wer, wie Herr Schmitz, während der Corona-Pandemie eine fragwürdige Allianz mit Corona-Leugnern, Impfgegnern und Verschwörungstheoretikern eingegangen ist und in über 1000 Kommentaren das Ziel verfolgt hat, wissenschaftliche Erkenntnisse und gesundheitspolitische Entscheidungen ohne belastbare Argumente, allein zur Wahrung seiner sakrosankten individuellen Freiheit und ohne Rücksicht auf nichts und niemanden zu torpedieren, zwanghaft Zweifel zu sähen und Menschen zu verunsichern, ist in einer schlechten Lage, die Fahne der “wahren Wissenschaft” - was immer das auch sein mag - zu schwenken.
Er verdeutlicht zudem, von wissenschaftlicher Arbeit und deren Grundlagen offensichtlich keine Ahnung zu haben.
Jeder Wissenschaftler hat zu jeder Zeit die Möglichkeit, seine Thesen zu verbreiten bzw. zu veröffentlichen. Einen Anspruch darauf, dass dieser Meinung - insbesondere dann, wenn sie sich nicht auf belegbare Fakten stützt - ein “gleichberechtigter” Platz in der medialen Darstellung und im öffentlichen Diskurs eingeräumt wird, gibt es selbstverständlich nicht.
Ja, Herr Schleck, was ist das für eine absurdes Wissenschaftsverständnis, dass Minderheitenmeinungen Resultat “größerer Sorgfalt” sein sollen und ihn besondere Bedeutung beizumessen ist?
Ziel von Wissenschaft ist es… Wissen zu schaffen, sich der “Wahrheit” anzunähern und “Unwahrheiten” auszusortieren, auch dann, wenn es sich um vormalige “Wahrheiten” handelt.
Weder St.Vither Corona-Leugner noch Gegenpol-Klimawandelleugner (die Herr Schmitz gerne auf seiner PDG-Liste aufgenommen hätte) dürfen für sich beanspruchen, im wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs ernst genommen zu werden. Denn es geht ihnen und wohl auch Herrn Schmitz nicht darum, Wissen zu schaffen, sondern als Selbstzweck gegen den Strom zu schwimmen.
Zurück zu Trump und seinem Gruselkabinett. Es ist kein Zufall, dass Trump Personen mit Verschwörungshintergrund, Wissenschaftsleugner, Klimawandel-, Aids- und Coronaleugner, medizinische Scharlatane, halbseidene Agitateure oder Personen ohne jegliche fachliche Qualifikation in seiner Regierung um sich scharen möchte. Alles was zählt ist Loyalität. Auch dies ein Merkmal autoritärer, selbstherrlicher…Führer.
Herr Leonard,
Wenn ich denn tatsächlich tausendfach Unsinn bzgl. Corona geschrieben haben sollte, dann hätten Sie ja tausendfach Gelegenheit gehabt, diesen mit Sachargumenten zu widerlegen. Das haben Sie aber bis heute, so weit ich mich erinnern kann, kein einziges Mal getan.
Weder gebetsmühlenartiges Beschimpfen, noch unsägliche Unterstellungen, noch das Nachplappern von Narrativen lasse ich als Sachargumente gelten.
Übrigens, wie sieht es mit der gesellschaftlichen Aufarbeitung der Pandemie aus? Findet diese deswegen nicht statt, weil sich herzustellen könnte, dass die Corona-Kritiker gar nicht sooo falsch lagen?
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