Neue Hinweistafeln am Westwall im Grenzgebiet

<p>Kürzlich wurden die neuen Hinweistafeln am „EifelSpur“-Wanderweg „Westwall“ eingeweiht.</p>
Kürzlich wurden die neuen Hinweistafeln am „EifelSpur“-Wanderweg „Westwall“ eingeweiht. | Foto: Gemeinde Hellenthal

An der 13 Kilometer langen EifelSpur „Westwall“ wurden sechs neue Hinweistafeln aufgesetzt, die auf die Bedeutung einzelner Positionen entlang des Westwall-Wanderweges hinweisen. Thematisiert werden die Panzersperre, das Kriegsgefangenenlager, der Wasserbunker und die Skisprungchance bei Hollerath.

Erneuert wurde in diesem Zusammenhang auch die Informationstafel am Gedenkstein für die Opfer der Ardennenoffensive. Im Jahr 1996 stifteten die Arbeitsgemeinschaft Luftkriegsgeschichte Rhein/Mosel e.V. und der Kiwanis-Club Nordeifel einen Gedenkstein zur Erinnerung an die deutschen und amerikanischen Toten der Ardennenoffensive. Er markiert den Abschnitt des Westwalls, an dem sich die Soldaten der 277. Volksgrenadierdivision und der 99. US-Infanteriedivision gegenüberstanden.

Heute steht der Stein auch als museales Objekt für einen Wandel in der deutschen Erinnerungskultur. „Durch das gemeinsame Gedenken an die Toten beider Armeen wird der Versöhnungsaspekt in den Vordergrund gerückt. Beide Seiten erscheinen als Opfer eines grausamen Krieges. Gleichzeitig werden dadurch Verantwortlichkeiten und Zusammenhänge überdeckt. In dieser Erinnerung bleiben die im nationalsozialistischen Angriffs- und Vernichtungskrieg verübten Verbrechen unerwähnt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde Hellenthal.

Die deutsche Erinnerungskultur hat sich gewandelt.

Und weiter: „Der Text auf der neuen Tafel am Gedenkstein wurde von Historikern unter Berücksichtigung des Wandels des erinnerungskulturellen Umgangs mit dem Zweiten Weltkrieg aufgearbeitet. Damit sollen Verantwortlichkeiten für die nationalsozialistischen Verbrechen deutlich gemacht werden.“

Die Gestaltung und der Inhalt der Hinweistafeln wurden vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) ausgearbeitet. Die Gesamtkosten der neuen Hinweistafeln betragen rund 6.600 Euro. Aus Mitteln der Naturparkförderung hat die Gemeinde einen Betrag in Höhe von 4.200 Euro erhalten, sodass ein Eigenanteil in Höhe von 2.400 Euro verbleibt. Kürzlich wurden die neuen Informationstafeln im Beisein der Bürgermeister Rudolf Westerburg (Hellenthal) und Friedhelm Wirtz (Büllingen) sowie Historikern und Vertretern des LVR und des Naturparks vorgestellt. (red/ab)

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