Spitzenpolitiker aus aller Welt gratulieren Trump zum Sieg

<p>Auf den Fernsehbildschirmen ist zu sehen, wie Donald Trump am Wahltag während der US-Wahlen in der Comet Tavern in Seattle zu seinen Anhängern spricht.</p>
Auf den Fernsehbildschirmen ist zu sehen, wie Donald Trump am Wahltag während der US-Wahlen in der Comet Tavern in Seattle zu seinen Anhängern spricht. | Foto: Lindsey Wasson/AP/dpa

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat Donald Trump gratuliert, nachdem dieser sich zum Sieger der US-Präsidentschaftswahl erklärt hatte. „Ich bin bereit, zusammenzuarbeiten, wie wir es vier Jahre lang getan haben“, schrieb Macron auf X. „Mit Ihren Überzeugungen und mit meinen. Mit Respekt und Ehrgeiz. Für mehr Frieden und Wohlstand.“

Angesichts des sich abzeichnenden Siegs von Trump haben sich Bundeskanzler Olaf Scholz und Macron am Morgen telefonisch abgestimmt. „Man hat vereinbart, sich dazu eng miteinander zu koordinieren“, teilte ein Regierungssprecher in Berlin mit. Weitere Inhalte des Gesprächs wurden zunächst nicht bekannt. Macron schrieb nach dem Telefonat auf X: „Wir werden uns in diesem neuen Kontext für ein geeinteres, stärkeres, souveräneres Europa einsetzen. In Kooperation mit den USA und indem wir unsere Interessen und Werte verteidigen.“

Der diensttuende belgische Premier Alexander De Croo (Open VLD) hat Trump auf X ebenfalls zu seinem Wahlsieg gratuliert. „Belgien freut sich darauf, die transatlantischen Beziehungen weiter zu stärken“, erklärte De Croo. Es würden „starke Allianzen“ erforderlich sein, „um die aktuellen globalen Herausforderungen anzugehen und unseren Wohlstand zu sichern“, meinte De Croo.

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni schrieb auf X. „Italien und die USA sind Schwester-Nationen, die durch ein unerschütterliches Bündnis, gemeinsame Werte und eine historische Freundschaft verbunden sind.“ Die strategische Verbindung der beiden Staaten würde nun noch stärker werden. „Frohes Schaffen, Herr Präsident!“, schrieb die Regierungschefin weiter.

Der polnische Präsident Andrzej Duda hat auch gratuliert. Der nationalkonservative Politiker schrieb bei der Online-Plattform X auf Englisch „Congratulations, Mr. President“ und „You made it happen!“ (Sie haben es geschafft!). Duda war mit dem Kandidaten der US-Republikaner im April in dessen Trump Tower in New York persönlich zusammengekommen. Duda gilt als Bewunderer des amerikanischen Ex-Präsidenten und Unternehmers, wirbt aber anders als dieser für eine entschiedene Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland.

Aus Russland kommen nach der US-Wahl erste Reaktionen der Freude über einen sich abzeichnenden Sieg von Ex-Präsident Donald Trump. „Halleluja“, schrieb die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, in ihrem Telegram-Kanal. Gewinner sei derjenige, der sein Land liebe, meinte sie mit Blick auf Trumps Wahlspruch „Make America Great Again“ (auf Deutsch: Mach Amerika wieder groß). Traditionell steht der Machtapparat in Moskau den Republikanern offener gegenüber als den Demokraten in den USA. Ex-Kremlchef Dmitri Medwedew teilte mit, dass Trump eine für Russland wichtige Eigenschaft habe: „Als Geschäftsmann bis ins Knochenmark kann er es auf den Tod nicht ausstehen, Geld für verschiedene Günstlinge und Lakaien auszugeben – für idiotische Verbündete, für dumme Wohltätigkeitsprojekte und für gefräßige internationale Organisationen“, schrieb der Vizechef des nationalen Sicherheitsrates bei Telegram. Auch das toxische System der Ukraine gehöre in diese Reihe, für den „Abschaum“ in Kiew sei heute ein Trauertag.

China hat auf die US-Wahl dagegen mit Zurückhaltung reagiert. Wenn die Ergebnisse offiziell bekanntgegeben würden, werde Peking wie üblich mit der Sache umgehen, sagte Außenamtssprecherin Mao Ning am Nachmittag (Ortszeit) auf die Frage zu einem möglichen Sieg Donald Trumps. Die Wahl sei eine innere Angelegenheit und man respektiere die Entscheidung der Menschen. China werde die Beziehungen zu den USA auf dem Grundsatz des gegenseitigen Respekts, der friedlichen Koexistenz und der Zusammenarbeit, bei der alle gewinnen, handhaben. Das Verhältnis zwischen den beiden weltweit größten Volkswirtschaften ist auf einem Tiefpunkt. US-Zölle auf chinesische Produkte und Exportbeschränkungen Chinas für wichtige Rohstoffe belasten den Handel. Hinzu kommt die Taiwan-Frage: Peking betrachtet die unabhängig regierte Insel als Teil seines Territoriums und drohte bereits mit einer Invasion. Washington unterstützt das Eiland mit Waffen und müsste im Verteidigungsfall helfen. (dpa/sc)

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