Überraschung bleibt aus: AS Eupen scheitert an Titelverteidiger Union Saint-Gilloise

<p>Überraschung bleibt aus: AS Eupen scheitert an Titelverteidiger Union Saint-Gilloise</p>
Foto: David Hagemann

Drei Tage nach der 0:1-Niederlage in der Liga gegen Lokeren-Temse (0:1) baute AS-Cheftrainer Mersad Selimbegovic seine Mannschaft auf gleich sechs Positionen um und gönnte mehreren Leistungsträgern eine Pause: Kennedy, Charles-Cook, Keita, Pattynama und Caliskan saßen auf der Bank. Kapitän Emond befand sich erst gar nicht im Kader der „Pandas“. Dafür rückten Déom, Alloh, Gorenc, Di Matteo, Dalla Costa und Gedikli in die Startelf.

AS Eupen 0:3 Union Saint-Gilloise

Auffallend: Die Partie im Kehrwegstadion stand unter Leitung eines … gebürtigen Eupeners: Laurent Willems war am Mittwochabend der Unparteiische.

<p>Der aus Eupen stammende Schiedsrichter Laurent Willems leitete die Partie im Kehrwegstadion.</p>
Der aus Eupen stammende Schiedsrichter Laurent Willems leitete die Partie im Kehrwegstadion. | Foto: David Hagemann

Der klare Favorit aus Brüssel spielte sich in der 4. Minute zur ersten Chance: Nurudeen klärte gut gegen David. In der 14. Minute kamen die Gäste nach einem schlechten Zuspiel von Nurudeen auf Dalla Costa und einem Ballverlust des jungen AS-Kickers (17) zur nächsten Gelegenheit und scheiterten durch El Hadj am Aluminium.

Union trifft vor der Pause zweifach den Pfosten, Eupen lauert auf Konter.

Eupen wurde in der 21. Minute durch einen Konter erstmals gefährlich: Gedikli spurtete über rechts nach vorn, fand mit seiner Hereingabe aber keinen Mitspieler – da war für die AS mehr drin gewesen. Ein zweites Mal „Pfosten-Glück“ hatten die Gastgeber dann fünf Minuten später: Gorenc traf bei einem Klärungsversuch gegen Rodriguez den Pfosten des eigenen Tores (26.).

Das 0:0 nahm die AS Eupen etwas überraschend mit in die Pause: Union Saint-Gilloise biss sich trotz aller Dominanz besonders an Nurudeen die Zähne aus. Die Eupener Nummer eins parierte gut gegen Rodriguez und Sadiki (35. und 36.). Eigene Chancen erspielten sich die Ostbelgier in ihrer Außenseiterrolle nicht, fokussierten sich stattdessen bei einem Spiel in größtenteils eine Richtung voll auf die Defensive.

<p>Manaf Nurudeen verhinderte vor der Pause mehrfach den Rückstand der AS Eupen.</p>
Manaf Nurudeen verhinderte vor der Pause mehrfach den Rückstand der AS Eupen. | Foto: David Hagemann

Aus der Kabine kam Eupen mit einem Wechsel: Keita ersetzte Di Matteo. Nur 30 Sekunden nach Wiederanpfiff hätte Gedikli im Strafraum aus zentraler Position zu einem brandgefährlichen Schuss kommen können, zögerte aber etwas zu lange. Auf der Gegenseite ließ David eine gute Chance für die Gäste verstreichen (47.).

Nach einer Stunde geht Union vom Elfmeterpunkt in Führung.

Für Eupen sorgte wenig später erneut Angreifer Gedikli für Unruhe in der Abwehr von Union. Bester AS-Akteur blieb aber zunächst Torwart Nurudeen: In der 54. Minute verhinderte er stark das 0:1 von David, insgesamt spielten seine Vorderleute zu diesem Zeitpunkt munter mit.

Die besseren Chancen hatte Union: Van Genechten klärte zunächst auf der Linie, ehe Dalla Costa einen Foulelfmeter für die Gäste verursachte. David verwandelte ihn sicher zum 1:0 für Union (60.).

<p>Dalla Costa verursachte nach genau einer Stunde einen Foulelfmeter für Union.</p>
Dalla Costa verursachte nach genau einer Stunde einen Foulelfmeter für Union. | Foto: David Hagemann

Weniger als zehn Minuten später erhöhte David mit seinem zweiten Treffer auf 0:2 und sorgte so für die Vorentscheidung. Für große Gegenwehr fehlten Eupen nun die Kraft und Qualität, stattdessen traf der eingewechselte Kabangu in der 84. Minute im direkten Duell gegen Nurudeen zum 0:3.

Am Samstag (16 Uhr) trifft die AS Eupen auswärts auf die zweite Mannschaft des RSC Anderlecht. (mn)

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