Weißer Rauch in Malmedy: Die scheidende Mehrheit, bestehend aus der Liste „Alternative“ um Bürgermeister Jean-Paul Bastin und der Liste „PS+“, die nun unter dem neuen Namen „Progrès“ firmiert, wollen ein Mehrheitsabkommen abschließen. Sollten diese Einigungsgespräche zum Abschluss kommen, wird die aktuelle Mehrheit weitere sechs Jahre im Amt bleiben und Jean-Paul Bastin seine dritte Amtszeit beginnen.
Diese Entscheidung war zu erwarten: Während sechs Jahren haben die beiden Fraktionen die Geschicke der Gemeinde geleitet und schienen geeint in der Außendarstellung.
„Alternative“ fehlten nur 30 Stimmen zur absoluten Mehrheit.
Am 13. Oktober fehlten der Liste „Alternative“ nur 30 Stimmen zur absoluten Mehrheit. Stattdessen landeten „Alternative“ und „Ensemble changeons Malmedy“ jeweils bei elf Sitzen, während „Progrès“ einen Sitz erreichte. Wenngleich „Alternative“ die höchste Prozentzahl erreichte, war André Denis (ECM) mit 2.398 Vorzugsstimmen der Stimmenkönig. Jean-Paul Bastin landete bei 2.220 Vorzugsstimmen.
Nach der Wahl lagen vier Optionen auf dem Tisch, entweder eine große Koalition mit allen Parteien am Tisch, wie zwischen 2012 und 2018, eine Konstellation von 22 Sitzen (Alternative + ECM) oder eben 12 Sitze zu 11 (Alternative + Progrès gegen ECM oder Alternative gegen ECM + Progrès).
Man habe mit jeder Partei offen und ehrlich gesprochen, heißt es in einer Mitteilung der Listen „Alternative“ und „Progrès“. Schließlich hätten sich beide Mitgliederversammlungen zu gemeinsamen Verhandlungen entschlossen. Wenngleich die Mehrheit knapp ausfällt, ist der Weg klar vorgezeichnet und liegt in der Fortführung der begonnen Arbeit.
Während der verflossenen sechs Jahren habe man eine vertrauensvolle und loyale Basis geschaffen, selbst wenn man nicht immer in allen Punkten übereinstimmte, heißt es weiter in der Mitteilung. „Alternative“ bedankte sich bei ECM für den konstruktiven Dialog in dieser Sondierungsphase.
Die bevorstehenden Herausforderungen für die Gemeinde seien enorm, heißt es weiter. Da wären der Fortbestand der Klinik, die Raumordnung mit den nötigen Antworten in Bezug auf den Klimawandel, die wirtschaftliche Entwicklung, der Zugang zu bezahlbarem Wohnraum, die Wahrung der Landschaft, die Sicherheit, der Kampf gegen den Drogenhandel, der soziale Zusammenhalt und eine gerechte Steuerpolitik. (chris)

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