Beschuss der UN-Truppen im Libanon

Die UN-Friedenstruppen im Libanon hatten den Auftrag, die Waffenruhe nach dem Libanon-Krieg von 2006 möglich zu machen und zu überwachen. Selbst diese etwa 10 000 Blauhelm-Soldaten aus über 40 Ländern stehen jetzt unter israelischen Beschuss. Unter Beschuss gerät damit auch unsere gesamte internationale Ordnung, für die die Vereinten Nationen stehen.

Kann sich die ultraorthodoxe Regierung Israels alles völkerrechtswidrige erlauben? Die ultraorthodoxen Parteien drohen sogar mit sofortiger Aufkündigung der Regierungskoalition sollten Gespräche zu Waffenstillständen oder dem Austausch von Geiseln und Gefangenen auch nur begonnen werden. Ihre Alternative? Immer neue Kriege und immer neue Eskalationen? Wo soll das enden? Sehen sie nicht, wie viel neuer grenzenloser Hass durch ihre „Auslöschungen“ und „Vernichtungen“ mit Hunderttausenden Verstümmelten und Waisen wachsen wird?

Fast alle 200 Staaten dieser Welt verurteilen die neuesten Eskalationen der derzeitigen Regierung in Israel. Fast alle bis auf drei wichtige Staaten: Die USA, Großbritannien und Deutschland. Deren Versicherung, selbst nach diesen Eskalationen Israel weiterhin mit Waffen zu unterstützen, kann für Netanjahu nur als Zustimmung zu seinen zukünftigen Vernichtungsplänen verstanden werden.

Mit freundlichen Grüßen

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