„Werter Herr Mockel, ich denke Ihre Kritik ist größtenteils unberechtigt, erst recht, wenn Sie das „Marketing der Reform“ der sog. Einregistrierungssteuer in der Wallonischen Region mit „Betrug“ in Verbindung bringen wollen. Lassen wir die Kirche doch im Dorf! Die Rahmenbedingungen der Immobilienmärkte haben sich seit Juli 2022 stark verändert, auch in Ostbelgien. In den Jahren 2011 bis 2021 hat bekanntermaßen fast nur „Lage, Lage“ gezählt. Doch jetzt wird das Gebäude wichtiger. Bezahlbarkeit und Heizlösungen sind mittlerweile ebenso relevante Kriterien. Objekte verschiedener Energieklassen kosten jetzt nicht mehr einfach das Gleiche. Der Einstieg ins Immobilieneigentum ist den jüngeren Generationen viel schwerer geworden in den letzten beiden Jahren. Jeder kennt die Gründe !
Da sehe ich Ihre Kritik nicht angebracht : Wir hatten in der Wallonie mit 12,5 % die höchsten Schreibkosten in Westeuropa, und Flandern liegt schon länger bei 3,0%. Die Leistbarkeit und das Eigenkapital beim Kauf ist wichtiger, als steuerliche Vorteile über 20 Jahre Hypo-Darlehen verteilt. Auch Bestandshäuser wollen saniert werden (Ecolo-Politik!), und energetische Ertüchtigung kostet teils viel Geld, das man am Anfang haben muss. Aber auch im Neubau trägt diese Politik ab dem 1. Januar 2025 Früchte: Denn es ist nun dringend nötig, die Bauproduktion und das Angebot an leistbaren Wohnungen zu stabilisieren um dauerhaften Schaden von den Wohnungsmärkten, der Bau- und der Baustoffindustrie abzuwenden. Zuwächse bei den Sanierungen werden die Verluste im Neubau bei weitem nicht ausgleichen können.“
Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren