In Eupen, mit über 20.000 Einwohnern die größte Gemeinde der DG, konnte die CSP die meisten Stimmen einfahren. Mit 34,9 Prozent konnten sich die Christlichsozialen den Spitzenrang sichern. Das sind unter dem Strich 10 Sitze – einer mehr als bei den letzten Wahlen im Jahr 2018. Die OBL, die zum ersten Mal in der Weserstadt an den Start ging, konnte aus dem Stand 15,6 % ergattern – das sind umgerechnet 4 Sitze. Die PFF um Spitzenkandidat Lucas Reul ist der große Verlierer in Eupen. Statt sechs Sitzen haben die Liberalen fortan nur noch 4 Sitze im Stadtrat. Ecolo um die amtierende Bürgermeisterin Claudia Niessen konnte ihre Sitze verteidigen. Wie vor sechs Jahren konnten die Grünen sich in Eupen 7 Sitze sichern. Die SPplus verlor indes einen Sitz und wird künftig nur noch 2 Mandatare stellen.
Herbert Grommes musste in St.Vith eine Wahlniederlage einstecken. Die Liste des amtierenden Bürgermeisters konnte „nur“ 9 Sitze erobern. Das sind 4 weniger als bei den letzten Wahlen vor sechs Jahren. Großer Gewinner in der Büchelstadt ist die Liste Gemeinsam von Spitzenkandidat Werner Henkes mit 10 Sitzen. Die dritte Liste im Bunde JETZT konnte 2 Sitze erobern.
In Raeren konnte die CSL konnte jubeln. Die Liste um den amtierenden Bürgermeister Mario Pitz konnte 5,4 % Prozent im Vergleich zu vor sechs Jahren zulegen. Mit 39,5 % – 9 Sitze (+2) – ist die CSL fortan die stärkste Kraft im Gemeinderat. Ecolo musste eine Pleite einstecken. Die Grünen aus Raeren konnten nur 16,7 % erreichen - das sind 11,6 % weniger als vor sechs Jahren. Die Grünen fallen von 6 auf 3 Sitze. Mit uns um Erwin Güsting verliert einen Sitz und hat jetzt 7 Sitze. Die neue Liste SPplus holt 2 Sitze.
Eine faustdicke Überraschung gibt es in der Gemeinde Büllingen: Hier hat die Liste DNA um Bürgermeisterkandidat Rainer Stoffels mit 59,72 Prozent die Kommunalwahlen gewonnen und insgesamt 11 von 17 Sitzen erobert. Stoffels dürfte damit neuer Bürgermeister werden.
Video: Rainer Stoffels bedankt sich für das tolle Ergebnis
Die eigentlich favorisierte Liste MfG von Michael Schmitt, der bisher Schöffe war, kommt dagegen nur auf 37,84 Prozent und 6 Sitze. Die Liste Büllingen, reden wir miteinander mit Spitzenkandidatin Marita Eichten erhielt nur 2,44 Prozent der Stimmen und eroberte keinen Sitz im Büllinger Gemeinderat.

In Kelmis feiert die Liste Elan um Spitzenkandidat Daniel Hilligsmann ein Erdrutschsieg. Mit 36,1 Prozent erreicht die Liste aus dem Stand 8 Sitze im Gemeinderat. Starke Verluste muss CSP/Les Engagés hinnehmen. Die Liste um Bürgermeister Luc Frank kommt auf 29 Prozent (-9,8 %) und wird künftig mit 6 Mandataren (- 2) im Gemeinderat vertreten sein. Auch die SP verliert – wenngleich weniger deutlich. Sie kommt auf 21,2 Prozent (-0,4%), büßt einen Sitz ein und ist künftig mit 4 Sitzen in Gemeinderat vertreten. Die NBK um den früheren Bürgermeister Louis Goebbels erreicht 13,8 Prozent der Stimmen und 3 Sitze. Die aktuelle Mehrheit aus CSP und SP kommt damit auf 10 der 21 Sitze im Kelmiser Gemeinderat und ist damit rechnerisch abgewählt.
In Lontzen ist die Liste von Bürgermeister Thevissen der klare Wahlgewinner. Seine Liste Energie gewinnt 2 Sitze hinzu (+ 11,1 %) und kommt auf insgesamt 8, Ecolo verliert 2 Sitze (vorher 3). Die Liste Union um Spitzenkandidat Roger Fransen bleibt bei 7 Sitzen, die SPplus bei einem Sitz.
In Burg-Reuland hat die Liste Aktiv Gestalten um Bürgermeisterkandidat Alain Stellmann die Wahl gewonnen. Sie kommt auf 68,24 Prozent der Stimmen und 10 Sitze. Alain Stellmann wird damit neuer Bürgermeister von Burg-Reuland. Die Liste Bürgerstimme+ um Spitzenkandidatin Shayne Piront eroberte 27,18 Prozent und 3 Sitze. Einzelkandidat Rudy Lallemand (Freie Wähler) 4,58 Prozent und verpasste damit den Einzug in den Gemeinderat.
In den Gemeinden Amel und Bütgenbach sind jeweils nur eine Liste angetreten. Dort gab es naturgemäß auch keine Überraschungen: Erik Wiesemes mit seiner Einheitsliste Gemeindeinteressen erhielt in der Gemeinde Amel 1.988 Vorzugsstimmen und liegt mit diesem Ergebnis vorne. Er bleibt damit Bürgermeister in Amel. In der Gemeinde Bütgenbach erhielt Bürgermeister Daniel Franzen mit seiner Einheitsliste Zukunft im Blick 1.733 Vorzugsstimmen und ist damit Spitzenreiter. Er behält damit die Bürgermeisterschärpe.
Alle Ergebnisse aus dem Norden und Süden der DG gibt es HIER im Überblick.
Bei den Provinzialratswahlen in Ostbelgien wurde die CSP mit 10.870 Stimmen und 31,84Prozent der Wählerstimmen stärkste Kraft. Die PFF-MR erreichte in Ostbelgien 9.979 Stimmen und kam somit auf 29,23 Prozent. Die SP erzielte 6.070 Stimmen, was einem Anteil von 17,78 Prozent entspricht. Ecolo musste mit 5.236 Stimmen einen Rückgang von 6,89 Prozentpunkten hinnehmen und landete bei 15,34 Prozent. Für eine kleine Überraschung sorgte die linke Arbeiterpartei PTB, indem sie ihr Ergebnis in Ostbelgien deutlich verbessern konnte. Mit 1.985 Stimmen erzielte sie 5,81 Prozent und verzeichnete einen Zuwachs von 3,11 Prozentpunkten. Das beste Vorzugsstimmenergebnis in Ostbelgien erreichte CSP-Spitzenkandidat Elias Teller mit insgesamt 3.207 Vorzugsstimmen. Ihm folgten Donovan Niessen (PFF) mit 2.893 Vorzugsstimmen und SP-Spitzenkandidat Alfred Ossemann mit 2.170 Vorzugsstimmen. Die Nummer eins auf der Liste von Ecolo, Issa Gamboulatov, belegte mit 1.215 Vorzugsstimmen Platz zehn. Damit haben voraussichtlich alle vier Spitzenkandidaten den Einzug in den Lütticher Provinzialrat geschafft.

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