Wer rettet Kelmis?

Während 40 Dienstjahren bei der Gemeinde Kelmis durfte ich fünf Bürgermeister und seine Schöffen/innen erleben. Es war interessant zu sehen, wie sie ihr Amt und ihre Verantwortung ausgeführt haben. Nach den Wahlen 2018 habe ich mich der CSP und dem neu gewählten Bürgermeister Luc Frank angeschlossen mit der Idee, meine langjährige Berufserfahrung zum Wohle der Gemeinschaft einzusetzen.

Zunächst hatte ich das Gefühl, am richtigen Ort zu sein. Doch dann änderte sich die Vorgehensweise der Partei. Das anfängliche Interesse an meiner beruflichen Erfahrung schwand, und das Zwischenmenschliche, das ich so geschätzt hatte, ging verloren. Deshalb nahm ich nicht mehr an Versammlungen teil und kündigte später meine Mitgliedschaft.

Was diverse Probleme am Arbeitsplatz, im Bauhof und dem Gemeindehaus angeht, wobei die vorige Mehrheit Provikmo beantragt hatte, musste sich die neue Mehrheit damit befassen. Zwei Jahre dauerte die Prozedur. Sie hat außer hohen Unkosten nichts gebracht. Laut mehrerer Mitarbeiter hat sich die Lage sogar erheblich verschlimmert. Wenn das Bürgermeister- und Schöffenkollegium kein Interesse daran hat, dass es den Arbeitnehmern gut geht, dann wird es für die Bürger wohl nicht anders sein. Und dann die hoch gegriffenen Projekte wie zum Beispiel das Betreute Wohnen, die kostspieligen Beraterverträge und die fragwürdigen Investitionen, wie zum Beispiel die gelben Fahrradstreifen Altenbergerstraße. Was macht die Mehrheit in den letzten Jahren mit dem Geld der Bürger? Das kenne ich von den vorherigen vier Kollegien nicht.

Hier ist das Wort Verantwortungsbewusstsein auf ganzer Linie verloren gegangen. Und dieser Wahrheit müssen sich auch die Schöffen stellen. Haben sie doch die Entscheidungen mitgetragen. Und das, obwohl namhafte Menschen dort mitwirken, wie zum Beispiel Marcel Henn, Mirko Braem oder Björn Klinkenberg. Hätte man solch ein Verhalten von ihnen erwartet? Da stelle ich mir die Frage. Hat die jetzige Mehrheit jemals Interesse gehabt, seinen Angestellten und Bürgern zu helfen? Oder sind hier nur Selbstverwirklichung und Größenwahn am Werk?

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