Rätselhafte Räume: Romain Van Wissen und Raphael Demarteau stellen in Eupen aus

<p>Dieses Kunstwerk hat Romain Van Wissen gestaltet.</p>
Dieses Kunstwerk hat Romain Van Wissen gestaltet. | Fotos: privat

Romain Van Wissen und Raphael Demarteau erkunden verlassene Architektur, gefundene Objekte und Spuren vergangenen Lebens, die wie stumme Zeugen einer früheren Zeit wirken. Dabei schaffen es die Künstler, das Vergangene in ihren Arbeiten lebendig werden zu lassen – so, als hätte es den Raum gerade erst verlassen und uns nur seine geheimnisvollen Spuren hinterlassen.

Die Werke beider Künstler erinnern an filmische Kulissen – atmosphärisch dicht, rätselhaft und voller Geschichten, die auf den zweiten Blick zu erahnen sind.

In ihren Arbeiten fangen Van Wissen und Demarteau Momentaufnahmen ein, die sie wie Fundstücke in einen neuen Kontext setzen. Ob fragil gezeichnet oder malerisch suchend – ihre Werke sind fragmentarisch, collagenhaft und erzählen das Vergangene auf eine subjektive Weise nach, die dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen lässt.

<p>Dieses Kunstwerk von Raphael Demarteau trägt den Titel „Calme après la tempête“.</p>
Dieses Kunstwerk von Raphael Demarteau trägt den Titel „Calme après la tempête“.

Raphael Demarteau taucht tief in intime Momente des Lebens ein, die er über Fotografien festhält. Seine Arbeiten scheinen wie eingefroren, als hätte das Leben in genau diesem Augenblick plötzlich aufgehört, ohne dass jemand es bemerkt hätte. Er dokumentiert die Überreste von verlassenen Räumen und bringt deren „natürlichen Bildausschnitt“ in eine stille, fast vergessene Gegenwart zurück.

Romain Van Wissen hingegen übersetzt architektonische Fundstücke, oft mit historischem Bezug, in eine neue, abstrakte Realität. Mit seiner malerischen Strategie der Abstraktion spielt er geschickt mit den Gegensätzen und erschafft Werke, die den Betrachter in eine alternative Welt versetzen, die sowohl vertraut als auch fremd wirkt.

Diese Ausstellung bietet eine faszinierende Reise durch Räume, die nicht nur durch ihre physische Präsenz, sondern auch durch ihre emotionale Tiefe beeindrucken. (red/calü)

Die Vernissage findet am Freitag, 11. Oktober, um 19 Uhr im Alten Schlachthof statt. Die Öffnungszeiten der Ausstellung: samstags und sonntags 13 bis 18 Uhr.

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